SPOTLIGHT ON JPD
Nachdenkliche Texte und Optimismus charakterisieren den Sound des Deutschrappers Julian Philipp David alias „JPD”. Er liefert direkten, echten Hip-Hop, scheut sich aber nicht vor seinen prägenden Einflüssen aus Pop und Jazz.

Fotograf BERT SPANGEMACHER
Text MADELEINE ARCHER

Ohne Angst, seine Persönlichkeit zu zeigen, ob in seinem Namen oder seinem Auftreten, bringt Julian Philipp David mit seiner musikalischen Identität erfrischende Authentizität in die allzu oft übertriebene Hip-Hop- und Rap-Welt. Die Entscheidung, seine Initialien „JPD” als Künstlernamen zu verwenden, spiegelt sich auch in seinem sich selbst treu bleibenden, genreübergreifenden „Songwriter-Rap”, in den er die Erlebnisse aus seiner Jugend auf dem Dorf genauso einbringt wie seine Erfahrungen aus seiner Zeit bei einem Jazz-Orchester und an der Popakademie in Mannheim.

Interview: 12/2019 mit JPD

Spotlight on JPD
Spotlight on JPD
Photography by Bert Spangemacher

Name des Künstlers JPD
Genres Pop/Hip Hop
Sitz in  Leipzig
Macht Musik seit immer
Erstes Album/EP veröffentlicht „Herbst“-EP 2016
Neueste Albumveröffentlichung[Jahr] „Auf den großen Knall“, gerade erschienen
Kann man hören auf  Spotify

Beschreibe deine Band / Musik / Stil in drei Worten.
Eigenwillig, ehrlich, herzlich.

Was für Musik habt ihr als Kinder angehört?
Südbadische Privatradiostationen: 80er, 90er und das Beste von heute. Und viel Werbung. Dann kam irgendwann die Eminem-„Lose Yourself”-Maxi. Und dann kam HipHop.

Musikidole und der Grund dafür.
Alle Künstler*innen, die es geschafft haben, aus dem, was sie kreativ antreibt, ein Leben zu machen. Die sich dabei treu und vor allem immer am Ball bleiben. In den Phasen, in denen es nicht läuft, man das Ganze aufgeben will. Die bei all dem warm & herzlich zu ihren Mitmenschen bleiben. Solche Menschen feiere ich.

Spotlight on JPD
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Eyewear by EYEVAN Lubin
Photography by Bert Spangemacher

Welche Bands hört ihr gerade?
Warhouse, Papooz, Phools

Was ist das Verrückteste / Lustigste, was auf der Tour passiert ist?
Die Zeit mit dieser Gang, die wir sind. Das ist echt das Verrückteste. So gute Menschen, so Spitzenmusiker. Wir fahren durch Deutschland in einem nicen schwarzen Bus, spielen jeden Abend eine geile Show und drücken recht häufig auf die Nebelmaschine.

Beliebte Veranstaltungsorte oder Musikfestivals? Und warum?
Ich mag kleine Clubs, fühle mich in Hallen wohl, kleine Indie-Festivals sind super und zu einer richtig großen Bühne sage ich auch nicht Nein.

Drei Worte, um eure Fans zu beschreiben.
Ziemlich coole Menschen.

Spotlight on JPD
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Eyewear by COBLENS Nachtflug
Photography by Bert Spangemacher

Beliebteste Brillenmarke?
Flohmarkt.

Was kommt als nächstes für dich, eine anstehende Tour/Album etc.?
Mein erstes Album „Auf den großen Knall“ ist seit dem 29.11. draußen. Das ist und war ein großes Projekt. Ich habe kein Label mehr, aber dafür ein enges, kleines, kreatives Team und einen motivierten Freundeskreis. Wir machen also alles selber, siebdrucken die kommende Album-Vinyl selbst, drehen aufwändige und ausgecheckte Videos low-budget und programmieren die Lichtshow selbst. Ab dem 4.12. bin ich jetzt auf Tour. Heute in Berlin, dann Hamburg, Köln, Stuttgart und Freiburg. Ich spiele das ganze Album. Und es ist richtig laut.

Wo seht ihr euch in zehn Jahren, wo möchtet ihr als Band stehen?
Immer noch am Machen. Mit meinen engsten Freunden gemeinsam arbeitend und lebend. Und spätestens nach dem fünften Album hat es dann auch der Letzte gecheckt, was hier passiert.