Spotlight on JPD

SPOTLIGHT ON JPD
Nachdenkliche Texte und Optimismus charakterisieren den Sound des Deutschrappers Julian Philipp David alias „JPD”. Er liefert direkten, echten Hip-Hop, scheut sich aber nicht vor seinen prägenden Einflüssen aus Pop und Jazz.

Fotograf BERT SPANGEMACHER
Text MADELEINE ARCHER

Ohne Angst, seine Persönlichkeit zu zeigen, ob in seinem Namen oder seinem Auftreten, bringt Julian Philipp David mit seiner musikalischen Identität erfrischende Authentizität in die allzu oft übertriebene Hip-Hop- und Rap-Welt. Die Entscheidung, seine Initialien „JPD” als Künstlernamen zu verwenden, spiegelt sich auch in seinem sich selbst treu bleibenden, genreübergreifenden „Songwriter-Rap”, in den er die Erlebnisse aus seiner Jugend auf dem Dorf genauso einbringt wie seine Erfahrungen aus seiner Zeit bei einem Jazz-Orchester und an der Popakademie in Mannheim.

Interview: 12/2019 mit JPD

Spotlight on JPD
Spotlight on JPD
Photography by Bert Spangemacher

Name des Künstlers JPD
Genres Pop/Hip Hop
Sitz in  Leipzig
Macht Musik seit immer
Erstes Album/EP veröffentlicht „Herbst“-EP 2016
Neueste Albumveröffentlichung[Jahr] „Auf den großen Knall“, gerade erschienen
Kann man hören auf  Spotify

Beschreibe deine Band / Musik / Stil in drei Worten.
Eigenwillig, ehrlich, herzlich.

Was für Musik habt ihr als Kinder angehört?
Südbadische Privatradiostationen: 80er, 90er und das Beste von heute. Und viel Werbung. Dann kam irgendwann die Eminem-„Lose Yourself”-Maxi. Und dann kam HipHop.

Musikidole und der Grund dafür.
Alle Künstler*innen, die es geschafft haben, aus dem, was sie kreativ antreibt, ein Leben zu machen. Die sich dabei treu und vor allem immer am Ball bleiben. In den Phasen, in denen es nicht läuft, man das Ganze aufgeben will. Die bei all dem warm & herzlich zu ihren Mitmenschen bleiben. Solche Menschen feiere ich.

Spotlight on JPD
Spotlight on JPD
Eyewear by EYEVAN Lubin
Photography by Bert Spangemacher

Welche Bands hört ihr gerade?
Warhouse, Papooz, Phools

Was ist das Verrückteste / Lustigste, was auf der Tour passiert ist?
Die Zeit mit dieser Gang, die wir sind. Das ist echt das Verrückteste. So gute Menschen, so Spitzenmusiker. Wir fahren durch Deutschland in einem nicen schwarzen Bus, spielen jeden Abend eine geile Show und drücken recht häufig auf die Nebelmaschine.

Beliebte Veranstaltungsorte oder Musikfestivals? Und warum?
Ich mag kleine Clubs, fühle mich in Hallen wohl, kleine Indie-Festivals sind super und zu einer richtig großen Bühne sage ich auch nicht Nein.

Drei Worte, um eure Fans zu beschreiben.
Ziemlich coole Menschen.

Spotlight on JPD
Spotlight on JPD
Eyewear by COBLENS Nachtflug
Photography by Bert Spangemacher

Beliebteste Brillenmarke?
Flohmarkt.

Was kommt als nächstes für dich, eine anstehende Tour/Album etc.?
Mein erstes Album „Auf den großen Knall“ ist seit dem 29.11. draußen. Das ist und war ein großes Projekt. Ich habe kein Label mehr, aber dafür ein enges, kleines, kreatives Team und einen motivierten Freundeskreis. Wir machen also alles selber, siebdrucken die kommende Album-Vinyl selbst, drehen aufwändige und ausgecheckte Videos low-budget und programmieren die Lichtshow selbst. Ab dem 4.12. bin ich jetzt auf Tour. Heute in Berlin, dann Hamburg, Köln, Stuttgart und Freiburg. Ich spiele das ganze Album. Und es ist richtig laut.

Wo seht ihr euch in zehn Jahren, wo möchtet ihr als Band stehen?
Immer noch am Machen. Mit meinen engsten Freunden gemeinsam arbeitend und lebend. Und spätestens nach dem fünften Album hat es dann auch der Letzte gecheckt, was hier passiert.

Foremost - Julie Bourgeois, Founder of Fashion Label TATA CHRISTIANE

4SEE’S FOREMOST. – JULIE BOURGEOIS 

Impact and innovation are the driving forces behind revolutionary ideas in fashion. And when style meets substance, a reaction occurs—creating powerful forces for change and trends that can be seen and felt all around the world. 4SEE talks with the foremost innovators from fashion’s ever-evolving world, questioning the sources of style and culture and drawing out answers about their inspiration and impact in 4SEE’s FOREMOST.

The truly stand-alone designs of Julie Bourgeois and Gabriel Santini, with Tata Christiane unflinchingly bordering both elegance and bad-taste, de-structuring whilst upcycling, theatrically expressing an attitude of independence free from expectation.

Name Julie Bourgeois
Age 39
Nationality French
Based in Berlin
Website www.tatachristiane.com
Instagram @tatachristiane

4SEE's Foremost - Julie Bourgeois, Founder of Fashion Label TATA CHRISTIANE
4SEE’s Foremost – Julie Bourgeois, Founder of Fashion Label TATA CHRISTIANE
Eyewear by Vintage Ray-Ban // Photography by Bert Spangemacher

Tata Christiane is a fashion label founded in 2007 by Julie Bourgeois and Gabriel Santini. Hailing from Marseille, the two designers studied in Paris (Literature and Philosophy for Bourgeois and Architecture for Santini) before moving to Berlin with their music project Aniaetleprogrammeur.

While by no means a side-project, the duo’s creative energies take form quite literally in their eponymous label Tata Christiane. As bold as it is polarising, Tata Christiane produces two collections per year, with hand-made and locally-produced pieces, recycled materials, and upcycled vintage fabrics. Expressing a concept of ‘costume streetwear’, Tata Christiane’s Spring/Summer 2019 collection (‘CADAVRE EXQUIS #1’) features disproportionate form and silhouettes, garishly garnished with frill and crochet details, layered materials, tassels, and see-through mesh panels. Bold colours and clashing patterns collide with deconstructed elements, cartoonish caricature figures and animal prints. Tata Christiane is fashion for another kind.

4SEE Foremost spoke with co-founder Julie Bourgeois, and were reminded why we mustn’t be afraid to mix the different colours.’

Describe yourself in three words.
I’m Tata Christiane.

Style Icon(s) and the reason why.
It’s quite diffuse. To be honest, I don’t feel like I’m really thinking in that direction. I know that in my life I have been more influenced by a kaleidoscope, a constellation of people and attitudes, mostly strangers, people on the street or in clubs or whatever, in fact. It’s like an impressive overall that comes from everywhere; also, from reading, TV series, movies, etc., but nothing of a specific icon.

What would you consider to be your biggest accomplishment so far?
Managing to make our label work so far by doing it our way and at our own pace. By maintaining a state of mind and remaining independent.

What is next for you, an immediately upcoming project?
For me, the whole year is a constant succession of projects to come. It’s quite cyclical and regular, next collection, next collection of unique pieces, next production, with meteors of projects coming in – an exhibition, a fashion show, but in a way the vision is very day-to-day, over a short period. There is always a lot to do.

Favorite eyewear brand?
I need to wear glasses and I’m wearing Ray–Bans right now.

Your fashion philosophy / Styling tips.
The colors, do not be afraid to mix the different colors. Do not be afraid of the result. Let yourself be surprised. Don’t be afraid to also have different phases, different days for the style. Be flexible and open to your own mood.

Three words to describe your customer.
Passionate, with a sense of humour and great sensitivity

Spotlight on Madsius Ovanda Pia wears LINDBERG 8416 // Carina wears DOLCE & GABANNA DG6125

SPOTLIGHT AUF ‚MADSIUS OVANDA‘
Mit einem Gespür für das Süße und das Melancholische, das Einfache und das Komplexe, navigiert das Indie-/R&B-/Pop-Duo Carina Madsius und Pia Ovanda, dessen neue Single „Who Are You“ heute erscheint, die „Zwischenräume“, in denen Worte gesagt oder ungesagt bleiben, und in denen Reife und Verletzlichkeit gemeinsam auf einer Basis von Vertrauen und Bindung wachsen. Alle Songs werden von der Band geschrieben und produziert. Madsius Ovanda nutzen ihre einzigartige Stimme, um das Unbegreifliche einzufangen.

Photography BERT SPANGEMACHER
Text MADELEINE ARCHER

Musikalisch genauso wie im Alltag eint das Duo Madsius Ovanda ein tiefes Bedürfnis nach Bindungen und Ausdruck. Die Langzeit-Freundinnen und musikalischen Kollaborateurinnen des deutschen, multi-instrumentalen Duos teilen einen gemeinsamen Glauben an das Schöne und singen über Verletzlichkeit, Ehrlichkeit und die Komplexität menschlicher Beziehungen. Introspektiv und zugleich klangstark – diese Dualität ist der rote Faden, der die Band und ihre Musik durchläuft. Ihre kürzlich erschienene EP „Moving Forward“ ist eine verträumte, vom Low-Fi inspirierte Single mit einem Hauch Auto-Tune, die eine seltene Finesse und Nahbarkeit mit einer gleichzeitig klassischen und doch experimentellen Melodie erreicht. Als einflussreiche Kollegen nennt das Duo Little Dragon und James Blake. Carina Madsius und Pia Ovanda sind der Beweis dafür, dass Herz und Seele immer noch einen Platz in der oft hyper-kommerzialisierten und überproduzierten Welt der Indie-, R&B- und Pop-Musik haben. 4SEE lenkt das Spotlight auf die Frauen, deren neue neueste Single „Who Are You“ gerade heute am 6. Dezember erscheint.

Name der Band Madsius Ovanda
Genre(s) IndieRnB / Dream Pop
Mitglied(er) und Instrument(e) Carina Madsius: Synthesizer, Keys, Vocals, Songwriting, Producing
Pia Ovanda: Vocals, Gitarre, Keys, Songwriting

Sitz in [Ort] Berlin
Spielt (zusammen) seit [Jahr]
Wir beide machen schon seit 2009 zusammen Musik (also dieses Jahre 10-j.hriges) Wir haben seit wir uns kennen schon immer gemeinsam Songs geschrieben und Musik gemacht. Das Projekt Madsius Ovanda gibt es so seit gut 2 Jahren.
Erstes Album/EP veröffentlicht [Jahr] unsere erste EP „Into The Stars“ wurde im Mai 2018 veröffentlicht
Neueste Albumveröffentlichung[Jahr]  Unser Debütalbum „Talking Underwater“ wird im Frühjahr 2020 erscheinen
Kann man hören auf [iTunes/Spotfiy/Soundcloud, etc.] (Links):
Linktree / Spotify

Spotlight on Madsius Ovanda - Pia Ovanda: Vocals, Gitarre, Keys, Songwriting // Carina Madsius: Synthesizer, Keys, Vocals, Songwriting, Producing // 
Spotlight on Madsius Ovanda – Pia Ovanda: Vocals, Gitarre, Keys, Songwriting // Carina Madsius: Synthesizer, Keys, Vocals, Songwriting, Producing //

Beschreibe deine Band / Musik / Stil in drei Worte.
Indie-R‘n‘B – Dream Pop – Freaky

Was für Musik habt ihr als Kinder angehört?
Bach, Prince, Wayne Shorter, Ray Charles, Stevie Wonder, Sting, Ella Fitzgerald, Joe Zawinul, Eric Clapton, Marvin Gaye…

Musikidole und der Grund dafür.
Stevie Wonder – Er ist eine unglaubliche Legende und die Musik ist einfach zeitlos
Laura Mvula – Sie kreiert soundm..ig und stilistisch ihre eigene Klangwelt
Nai Palm – gerade erste live erlebt und kennengelernt, eine unglaubliche Musikerin!
Glenn Gould – keiner spielt Bach wie er
Tame Impala – liefert seit Jahren geschmackvolle, gute Indiemusik

Spotlight on Madsius Ovanda Carina wears BARTON PERREIRA Solstress / Pia wears EYEVAN Lubin
Spotlight on Madsius Ovanda
Carina wears BARTON PERREIRA Solstress / Pia wears EYEVAN Lubin

Welche Bands hört ihr gerade?
Laura Mvula, Mansur Brown, Bon Iver, Tame Impala, Prince, Amber Mark, The Japanese House, Khruangbin, Kurt Veil, Tom Misch, Phoebe Bridgers…

Was ist das Verrückteste / Lustigste, was auf der Tour passiert ist?
Ouu, da haben wir so einiges anzubieten. Ein nennenswerter Moment ist auf jeden Fall ein Konzertabend von 2017. Es war eine Band show wir sind also zu viert angereist. Tolle Venue, hammer Hotel, gute Lage und sehr gute Aftershow Party. Wir dachten uns: G.nnung! Und haben vier Einzelzimmer im Hotel bestellt. Nach dem Konzert gingen wir also auf die Aftershowparty. Gin Tonic (unser traditioneller Band-drink) und dann gedanced bis wir nur noch zu viert die Tanzfläche dominiert haben. Irgendwann morgens auf dem Weg ins Hotel ist uns beiden aber aufgefallen, dass es ja viel mehr Spa. macht in einem Zimmer zu übernachten. Also haben wir Nachts noch n Projekt gestartet und gemeinsam die Matratze aus einem Zimmer in das andere Einzelzimmer geschleppt. W.hrend dem Matratze-Tragen haben wir erst so richtig gecheckt, was wir da gerade machen und sind im Flur des Hotels auf dem Boden auf der Matratze vor Lachen zusammengebrochen… Eine Matratze war dann am Boden neben dem Bett in einem der Einzelzimmer und das andere war leer. Theoretisch haben wir dann eh nur gepennt, aber Hauptsache zusammen! Haha… #crewlove

Beliebte Veranstaltungsorte oder Musikfestivals? Und warum?
Fusion Festival → weil wir dort ne guuute Zeit hatten on und off stage.
Milla Club in Munichist für uns immer ein schönes „Heimspiel“
Häkken in Hamburgweil wir da eine der besten Afterpartys ever hatten #candyman
Club Bahnhof Ehrenfeld in Cologne → weil wir da schon schöne Konzerte erleben und spielen
Durften.
Knust Hamburg and SO 36→ weil wir da als support von Akua Naru zwei der besten Audiences ever hatten

Spotlight on Madsius Ovanda - Pia Ovanda: Vocals, Gitarre, Keys, Songwriting // Carina Madsius: Synthesizer, Keys, Vocals, Songwriting, Producing //  Pia wears EMPORIA ARMANI EA2092 // Carina wears LINDBERG Spirit 2386W
Spotlight on Madsius Ovanda – Pia Ovanda: Vocals, Gitarre, Keys, Songwriting // Carina Madsius: Synthesizer, Keys, Vocals, Songwriting, Producing // 
Pia wears EMPORIA ARMANI EA2092 // Carina wears LINDBERG Spirit 2386W

Drei Worte, um eure Fans zu beschreiben.
Treu, kunstaffin und Freaks wie wir

Beliebteste Brillenmarke?
Fielmann‘s zero-cost-plans :DDDDD

Was kommt als nächstes für dich, eine anstehende Tour/Album etc.?
Wir bringen die nächsten Monate noch 3 weitere Singles raus bevor im Frühjahr 2020 unser Debütalbum erscheint und im April werden wir eine Album-Release-Tour durch Deutschland spielen. Zuvor könnt ihr uns noch live in der Kantine am Bergheim erleben: 28. November 2019, save the date!

Spotlight on Madsius Ovanda
Spotlight on Madsius Ovanda

Wo seht ihr euch in zehn Jahren, wo möchtet ihr als Band stehen?
Da schreiben wir gerade bestimmt an unserem mindestens 10. Album… haha.. In 10 Jahren werden wir immer noch am Sound drehen, sind weiter am produzieren, am forschen, am Songs schreiben. Wir wollen uns immer wieder neu entdecken in Sound und Musik. Wir sehen uns genau so musikbegeistert wie jetzt auf internationalen Festivalbühnen spielen, wir machen spannende Collaborations und wollen mit Innovation und Kreativit.t aktiv die Musikszene mitformen… Wir wollen LOVE verbreiten und Menschen Freude bringen und berühren.

Spotlight on Madsius Ovanda Pia wears LINDBERG 8416 // Carina wears DOLCE & GABANNA DG6125
Spotlight on Madsius Ovanda
Pia wears LINDBERG 8416 // Carina wears DOLCE & GABANNA DG6125
4SEE Interview with Tom Wlaschiha, Photography by Bert Spangemacher, Eyewear by Blackfin

Tom Wlaschiha: Auf der Spitze des Erfolgs

Tom Wlaschiha hat in seiner fesselnden Schauspielkarriere für Bühne und Fernsehen zahlreiche Wahrheiten enthüllt, aber sein plötzlicher Aufstieg zum internationalen Star nach seiner Rolle in Game of Thrones hat seine pragmatische Lebenseinstellung nicht verändert. Als Minimalist findet er Freude in Schlichtheit und dem entspannten Lebenstempo in Berlin, seiner Wahlheimat seit fast zwanzig Jahren. Und obwohl er stetig mehr Fans um sich schart, ist er sich immer noch seines Glückes und seiner Chancen bewusst, die sich ihm auf seinem Weg eröffnet haben.

4SEE Interview with Tom Wlaschiha, Photography by Bert Spangemacher, Eyewear by Eyevan
Tom Wlaschiha by Bert Spangemacher
Glasses by EYEVAN 7285 215 9010
Jacket by George Patrick, Pullover by Forét

Der abenteuerlustige, dabei aber bescheidene Wlaschiha wuchs in der Nähe von Dresden auf, bis ihm der Mauerfall über Nacht neue persönliche Möglichkeiten eröffnete. Als er im kommunistischen Ostdeutschland aufwuchs, hatte er jedoch nicht unbedingt weltweiten Ruhm und Promistatus im Kopf. Aber Dank seiner Austauschaufenthalte als Teenager beherrscht er akzentfreies Englisch, das ihm eine Reihe von profilreichen Rollen in deutschen und internationalen Produktionen verschaffte.

In Erinnerung an eine gar nicht so lang vergangene Zeit sagt er: „Es war komplett anders als heutzutage. Wir hatten nur einen Fernsehsender, deswegen habe ich als Kind nie viel ferngesehen. Aus irgendeinem Grund dachte ich nur an die Bühne, als ich beschloss, Schauspieler zu werden, ich habe nicht an Fersehen oder Film gedacht.”

Das internationale Publikum lernte Tom in seiner mysteriösen Rolle des Jaqen H’ghar in Game of Thrones kennen und lieben. Dank seiner Rolle in dem globalen Megahit hat er eine Reihe von aufregenden neuen Rollen ergattert, die ihn in Europa und außerhalb wieder auf die Leinwand und den Bildschirm zurückkehren lassen. „Zuerst habe ich für das deutsche Fernsehen gearbeitet und die Rollen wurden immer größer. Mein erster großer Durchbruch kam mit Game of Thrones. Zumindest hat sich so ziemlich Alles verändert, seitdem ich die Rolle bekommen habe.”

4SEE Interview with Tom Wlaschiha, Photography by Bert Spangemacher, Eyewear by Eyevan
Game of Thrones Tom Wlaschiha by Bert Spangemacher
Sunglasses by EYEVAN Franz
Jacket by George Patrick, Pullover and Shoes by Scotch and Soda, Pants by George Patrick

Trotz seiner Horden von Fans und seinem Status als einer der aktuell meistgefragten deutschen Schauspieler hat sich Wlaschiha seine bescheidene Einstellung zu seinem Erfolg bewahrt. „Ich weiß nicht, was ‚Promi sein’ heißen soll, außer, dass man manchmal auf der Straße erkannt wird und man ein paar Sachen umsonst bekommt (was nett ist!). Ich bin mit meinem Karriereweg zufrieden. Ich habe am Theater angefangen und wurde nicht sofort erfolgreich. Ich bin für alle Chancen, die mir gegeben wurden, dankbar, aber ich weiß auch, dass Glück eine große Rolle spielt.”

Wlaschiha hat gerade erst den Dreh für seine Rolle in der zweiten Staffel von Das Boot beendet, in der er den Gestapo-Kriminalrat Hagen Forster in La Rochelle spielt. Sein beunruhigender und zweifelnder Charakter hat die Aufgabe, den Widerstand in einer kleinen, aber strategisch wichtigen französischen Stadt niederzuschlagen. Über die 40-Grad-Hitzewelle, unter der er leiden musste, sagt er: „Letzte Woche hatte ich noch meine komplette Winter-Uniform an. Ich habe gerade den Dreh in Prag für die zweite Staffel von Das Boot beendet. Winterkleidung im Sommer ist aber immer noch besser als Sommerkleidung im Winter, also beschwere ich mich nicht.”

Wir haben seine Theorie auf die Probe gestellt und Tom für ein Herbst/Winter-Shooting in unsere Studios in Berlin eingeladen. Zum Glück bescherte uns Berlin an dem Tag nichts anderes als ein stimmungsvoll bewölktes Wetter, passend zu den entspannten und eleganten Outfits für unser Editorial.

Diese passen auch gut zu seiner eigenen Einstellung zu Kleidung und Design im Allgemeinen: „Ich bin ziemlich minimalistisch. Ich mag klare Farben, gerade Linien. Die Dinge, mit denen man sich umgibt, sollten die eigene Persönlichkeit herausbringen, statt sie zu verdecken.”, sagt er über seinen persönlichen Stil und seine reduzierte Einrichtungsphilosophie für seine Berliner Wohnung.

4SEE Interview with Tom Wlaschiha, Photography by Bert Spangemacher, Eyewear by SALT
Sunglasses by SALT. + NORTH SAILS VMGLeather Jacket and Pants by George Patrick, Shirt by Helmut Lang via Gate, Shoes by Scotch and Soda

Und wenn es um Brillen geht, überrascht es niemanden, dass Tom Wlaschihas guter Geschmack und sein Auge für die schönen Dinge im Leben auch hier zum Vorschein kommen. Noch braucht er keine Lesebrille, aber über seine Sonnenbrillen des Sommers sagt er: „Ich habe ein paar Brillen. Einige meiner liebsten sind von Prada. Andere von Barton Perreira, die sind wirklich großartig.”

Wenn sein vollgepackter Zeitplan ihn nicht auf Reisen hält, genießt Wlaschiha die entspannte Athmosphäre in seinem Berliner Kiez, einer Nachbachschaft, deren Veränderung er über die letzten zwanzig Jahre selbst beobachten konnte. „Ich mag den Bezirk, in dem ich lebe, Kreuzberg, wirklich gerne, hier gibt es viel Wasser, viele Kanäle, viele kleine Cafés und generell eine tolle Atmosphäre. Ich genieße Berlin bei gutem Wetter wirklich sehr. Weil ich für meinen Job viel reise, genieße ich die Zeit, die ich in Berlin verbringen kann. Es ist ein toller Ort zum Leben.” Dem können wir nur zustimmen.

Tom Wlaschiha spielt Hagen Forster in Sky TVs Das Boot, einer der zur Zeit erfolgreichsten deutschen Fernsehserien, deren zweite Staffel im Herbst anläuft. Er debütiert in seiner Rolle als Max Schenkel in der Hitserie Jack Ryan auf Amazon Prime, deren zweite Staffel ebenfalls bald erscheint.

4SEE Interview with Tom Wlaschiha, Photography by Bert Spangemacher, Eyewear by Lindberg
Game of Thrones Tom Wlaschiha by Bert Spangemacher
Sunglasses by LINDBERG Air Titanium Rim 8205
Jacket Knitwear Cardigan by C.P. Company, T-Shirt by Forét, Ring by Jane Kønig

Interview JUSTIN ROSS
Fotograf BERT SPANGEMACHER
Modedirektion DEVON KAYLOR
Haare & Make-Up CATRIN VON PABRUTZKI
Stylistin JANA HOEFT
Stylingassistenz JESSICA BIASTOCH

Artist Profile 14 – Emily Thomas 

Informed by our urban environment, sculptor Emily Thomas is a young emerging artist reimagining our sense of place.

Photography BERT SPANGEMACHER
Interview JUSTIN ROSS

Our pick for the Artist Profile this time is Emily Thomas who recently graduated from the prestigious Chelsea College of Arts in London and in just over a year since then has been touring the world, incorporating influences from many different cultures into her colorful, geometric sculptures. Her research-based practice takes architecture, history, and our urban environment as a starting point—basically the built objects that make up our sense of place—and through a process of abstraction and metamorphosis, turns these ideas into new gestures, colors, and geometries, that still retain a signature sense of space and place.

Having recently completed artistic residencies at both GlogauAIR in Kreuzberg, Berlin and Soulangh Cultural Park in Tainan, Taiwan, Emily Thomas will set off to Barcelona in early 2020, winning an award for a residency at La Escocesa from La Memoria Artistica Chema Alvargonzalez.

In 4SEE Artist Profile, we were able to meet up with Emily Thomas to see where she previously worked and was inspired during her residency at GlogauAIR, Berlin.

Interview from October 2019

4SEE Artist Profile, Emily Thomas, photographed by Bert Spangemacher
4SEE Artist Profile – Emily Thomas
Photography by Bert Spangemacher

Name Emily Thomas
Age 23
Nationality British
Medium Multidisciplinary (Sculpture, Painting, Photography, Collage, Installation)
Based in Somerset, UK
Recent/upcoming exhibition (projects)
Shapeshifter (9 July – 31 August) Soulangh Cultural Park, Taiwan
Birthday Exhibition (27 June – 3 August) La peau de l’ours, Brussels
London is Open (31 August) Global 12 Festival, London
Find more at www.ethomasart.com / instagram / Facebook

Did you always know that you were going to be an artist?

Not exactly, although I was exposed to creativity from a young age. After I was born, my mum became a child minder so she could spend more time at home. She is a very creative lady herself, and although she was never exposed to the ‘artworld’ as such, she spent most of her professional career as a primary school teacher where her natural artistic talents came out in art lessons and displays at school. We spent a lot of time painting and drawing together and with other children at home. We covered the kitchen walls with the artwork that we made. This included drawings, paintings and prints done with vegetables and polystyrene shapes!

I was always fascinated with colour, and building things out of wooden blocks and lego. There are actually a few visual similarities to be seen in things I made as a child and my sculptures now! My parents built and designed a lot of their house themselves. I grew up with this, and I think it definitely inspired a certain way of thinking. It showed me how to be resourceful and to solve problems through building and inventing. Although I wasn’t exposed to any art exhibitions from a young age, I was immersed by a different kind of creative practice through my parents. I think this was a genuine way to develop creative skills and interests, and this is something that I really value.

Both my parents are also classical musicians, and my father works mainly as an instrumental brass teacher. When I was nine years old, he set up a sort of music exchange with a close friend of his who was a woodwind player. The deal was that my dad taught his friend’s son the trumpet, and my dad’s friend taught me the clarinet. I began learning classical music very seriously, and was awarded a bursary to study the clarinet at a specialist music school at the age of fourteen.

At this point, I thought I would probably become a musician. However, the school I attended was very high pressured and rigorously structured, and it sadly sucked the fun out of music for me.
Meanwhile, I adored my art lessons and visited my first art exhibition with school in 2012: David Hockney’s A Bigger Picture at the Royal Academy of Arts London. This was an amazing experience for me as I had only ever been in a city a handful of times, and never before had I stepped into an art gallery. Hockney’s exhibition definitely nurtured my love of colour and inspired me to take this further in my practice.

At the age of seventeen, I found myself skiving lessons and skipping music practice to go and paint. It was at this point that I knew I wanted to be an artist. I switched my focus from preparing for music college auditions to building my portfolio for art school.

Do you find the art world (creative world) cutthroat and competitive, or is it also supportive and community-minded, or something in between?

I think you have to be willing to sacrifice a lot of common comforts and everyday social norms to be an emerging artist, but this allows you to be more genuine and less materialistic as you naturally discover what is important to you and in life. For me, it is the people that I surround myself with that make my own ‘art bubble’ so wonderful. Meeting and working with like-minded artists and practitioners with similar questions and curiosities removes the competitive side of the artworld from my immediate experience and everyday life. In this sense, the artworld can be what you make of it. I love that feeling of who/what/when/where/why in relation to my future, it’s exciting.

Artwork by Emily Thomas // Construction in collaboration with 林林書杰 Lin Shu-Jie // Photography by Rich Matheson // Exhibition supported by the Cultural Affairs Bureau, Tainan City Government // They Nailed the Colours to the Mast (2019) // Solo Exhibition Shapeshifters at Soulangh Cultural Park, Taiwan // Plywood, oil paint // 202 x 135 x 135cm
Artwork by Emily Thomas //
Construction in collaboration with 林林書杰 Lin Shu-Jie //
Photography by Rich Matheson //
Exhibition supported by the Cultural Affairs Bureau, Tainan City Government //
They Nailed the Colours to the Mast (2019) //
Solo Exhibition Shapeshifters at Soulangh Cultural Park, Taiwan //
Plywood, oil paint //
202 x 135 x 135cm
Artwork and Photography by Emily Thomas
Artwork and Photography by Emily Thomas //
Exhibition coordinated by 林林書杰 Lin Shu-Jie //
Exhibition supported by the Cultural Affairs Bureau, Tainan City Government //
Shapeshifters (2019) //
Solo Exhibition: Soulangh Cultural Park, Taiwan

What would you consider to be your biggest accomplishment so far?

Earlier this year I participated in a three month artist residency program at Soulangh Cultural Park, Taiwan. With support from the Cultural Affairs Bureau of the Tainan City Government, I was able to produce an outdoor solo exhibition for the first time. One of the most insightful moments of this experience was when young families gathered to watch me working with wood and power tools outside of my studio. It struck me that you don’t often see women working in construction, particularly outside of Europe, and I felt both honoured and empowered to be setting this example.

I also made valuable friendships with my neighbours. I visited many places with them whereby I felt fully immersed within Taiwanese culture. I met many local people and had enriching
conversations about their life experiences, as well as their knowledge and experiences of different architecture in Taiwan. I also had the opportunity to collaborate with 林 書 杰 Lin Shu-Jie, a very talented technician and maker who taught me many new and valuable skills.

Categorised somewhere between architecture, object, painting and sculpture, my final series of work presented a timeline of architectural history within Taiwan. I combined the variety of architectural styles I discovered there in order to demonstrate the cultural fusion within the country and it’s rich political history. The exhibition aimed to uncover how architecture has previously served and will continue to serve as a literal and metaphorical ‘Shapeshifter’ of place identity through time.

Whilst I consider this residency and exhibition to be my biggest professional accomplishment so far, it was also one of the most enjoyable and rewarding experiences I have ever had.

Does art always need to be relevant? Is there a place for aesthetic indulgence, or do politics come into play in your motivation?

I think that art can be anything. It is more the definition of ‘good’ and ‘bad’ art that is a constant point of controversy, as it is of course subjective. Even if you tried to make art that is irrelevant to our society, it would automatically become relevant through it’s opposition. So in response to this question, no I do not think that art needs to be relevant, although it is very difficult to achieve complete detachment from everything through art, as it is such a personal form of expression.

I am personally more interested in artwork that is conceptually intriguing and tells a story through its aesthetics, however I do think that there is also a place for pure aesthetic indulgence.

Growing up in a small village with a population of just 300 people, I became fascinated by the city when I moved to London in 2014. During my studies at the University of the Arts London I gained an interest in the current housing crisis and gentrification. This triggered many questions which I am still exploring in my work now.

My work is inspired by architecture as an indicator of historical, social and cultural characteristics of a place. I identify these aspects by analysing the thematic, repetitive features of buildings, as well as their structural forms and materiality. The process of walking as research in order to take photographs of buildings and discover new places is the underlying foundation of my work’s creation. I carefully select photographs to communicate my ideas, taking both conceptual and aesthetic concerns into consideration. Collage informs and aids these decisions, as I am able to visualise the possible outcomes of my photographs as three-dimensional abstract forms.

4SEE Artist Profile, Emily Thomas, photographed by Bert Spangemacher
4SEE Artist Profile – Emily Thomas
Photography by Bert Spangemacher

What topics have got you inspired at the moment?

In January 2019 I began a three month artist residency at GlogauAIR, Berlin. It was here that I discovered the present housing tensions within the city. Walking as research around the local districts of Kreuzberg, Neukölln and Friedrichshain drew my attention to societal differences, indicated by contrasting building facades and gentrification. This led to my further studies of social housing and the history of Berlin’s urban infrastructure, whereby I discovered Bruno Taut’s Hufeisensiedlung, Neukölln (1925-1930). My final exhibition at GlogauAIR demonstrated my preliminary research of this housing estate.
I am currently developing my studies of the Hufeisensiedlung and five other Berlin Modernism housing estates built between 1919 and 1934. These include Gartenstadt Falkenberg (Treptow), Schillerpark-Siedlung (Wedding), Wohnstadt Carl Legien (Prenzlauer Berg), Weiße Stadt (Reinickendorf) and Großsiedlung Siemensstadt (Charlottenburg and Spandau). The aims of these building projects, including the Hufeisensiedlung, were to solve Berlin’s housing shortage after the industrial revolution. In 2008 they were listed as UNESCO World Heritage Sites. I would like to investigate what made these architectural projects so successful and whether similar ideologies and infrastructures could be used to improve contemporary urban development and society now that Berlin is once again a growing city. This idea was originally inspired by the designer and writer Ben Buschfeld.

Artwork and Photography by Emily Thomas // Project supported by European Cultural Foundation and Compagnia di San Paolo // Hufeisen (2019) // Glogauair Open Studios, Berlin // Emulsion paint on MDF // 200 x 400 x 70cm
Artwork and Photography by Emily Thomas //
Project supported by European Cultural Foundation and Compagnia di San Paolo //
Hufeisen (2019) //
Glogauair Open Studios, Berlin //
Emulsion paint on MDF //
200 x 400 x 70cm
Artwork and Photography by Emily Thomas
Artwork by Emily Thomas //
Photography by Juliette Szhw //
Project supported by European Cultural Foundation and Compagnia di San Paolo //
Hufeisen (2019) //
Glogauair Open Studios, Berlin //
Emulsion paint on MDF //
200 x 400 x 70cm

What is it like to be currently living and working between Somerset (UK) and Berlin?

I have spent most of this year living at artist residencies in different countries, where I have been developing my own projects. I am currently moving between the Somerset countryside (UK) and Berlin and hope that I will eventually be based in Berlin on a more permanent basis. Somerset is very quiet and I am mostly surrounded by fields. There is a really cosy local pub and small quirky characteristics such as a library telephone box and a friendly community shop. I enjoy seeing my family everyday and walking the dogs, and I am able to focus on my work without many distractions. I usually spend my time in Somerset catching up on admin, writing applications and collecting my thoughts. I lived in the countryside for 18 years growing up and it became a normalised way of life. I believe that I will come back to it in my practice and research for sure, it just doesn’t excite me to the same extent as the city right now.

Berlin is very different to Somerset and I enjoy this contrast. I am still discovering the city and it is always full of surprises.

What is next for you, an immediately upcoming project or chance to see your work?

I am very happy to announce that I will be heading to Barcelona for three months in January to begin an exciting new project and develop new research at La Escocesa. The exhibition dates for this project will be released on my website when they have been confirmed.

Where do you see yourself in ten years‘ time, where would you like to see your (art)work and at what scale?

Part of my love of being an artist is that I don’t know what is going to happen. I have many ideas and many dreams, but nothing is ever set in concrete. I am happy for my future career path to twist and turn – it keeps me on my toes. In that sense I don’t see myself anywhere in particular in ten years time. I have thought about the possibility of doing a masters degree, and I also like the idea of running my own artists residency program. One of my dreams from a very young age was to build my own house. I love the idea of creating a semi-transportable home just outside of the city. I sometimes get very excited about this and begin to imagine having on-site studios for artists, a co-working woodshop, a jazz club etc. Maybe I’m getting a bit carried away, but who knows what the future holds!

For me, it is not about where my artwork ends up or on what scale. I enjoy travelling and hope that I am able to visit as many countries as possible. Carrying out exhibitions abroad whilst being immersed within different cultures and collaborating with other artists and practitioners has been both inspiring and rewarding. I hope that I am able to continue doing this as much as possible in the future, and I am excited about the opportunities and collaborations that could emerge.

4SEE Artist Profile, Emily Thomas, photographed by Bert Spangemacher
4SEE Artist Profile – Emily Thomas
Photography by Bert Spangemacher
Eyewear by SALT.
Sponsor
Yuichi Toyama ad for 4SEE #11 Wild Issue
Sponsor