Ørgreen Quantum

ØRGREEN LANCIERT NEUE KOLLEKTION UND FEIERT ZWANZIG JAHRE EYEWEAR-INNOVATIONEN

Interview JUSTIN ROSS

Was Ørgreen so einzigartig macht, sind die endlosen Stunden in der Forschung und Entwicklung, die in jeden einzelnen Rahmen fließen, mit unzähligen Prototypen und verschiedenen Versionen, die gründlich geprüft und getestet werden, bevor auch nur daran gedacht wird, sie in Produktion zu geben. Sein 20-jähriges Bestehen feiert Ørgreen dieses Jahr gebührend mit einer ganzen Palette an neuen Projekten: eine komplett neue Kampagne, eine neue Homepage, eine neue Verpackung für alle Korrektur- und Sonnenbrillen aus Titan und obendrauf noch eine neue Kollektion namens Quantum, die diesen Herbst mit einem innovativen Scharnier den Markt auf den Kopf stellen wird.

4SEE traf sich mit Henrik Ørgreen, einem der Gründer der beliebten und von der Kritik gefeierten dänischen Marke, um, zwanzig Jahre nach ihrer Gründung, über die nach ihm benannte Firma, ihre Vergangenheit und ihre aufregende Zukunft zu sprechen.

4SEE: Was hat dich zur Gründung Ørgreens inspiriert und welche Prinzipien lagen der Marke damals vor 20 Jahren zu Grunde?

Henrik: Ich denke, jeder kennt diesen Traum von der eigenen Marke. Es ist wichtig zu wissen, dass wir ein Team waren. Ich hatte zwei Partner, die beide Gründungsmitglieder waren: Tobias Wandrup, damals wie heute Chefdesigner, und Gregers Fastrup, der den Verkauf leitet. Also, es war auch der Traum von uns Dreien, ein gemeinsames Projekt zu machen, der uns inspirierte, unser eigenes Ding zu machen.

Ich glaube, was uns zur Gründung Ørgreens bewegte, war, dass wir das Gefühl hatten, etwas Anderes zu bieten, als wir auf dem Markt sahen. Wir hatten das Gefühl, dass die Zeit für unser eigenes Label reif war, dass wir jetzt die Entscheidungen treffen würden. Das heißt auch, dass man selbst schuld ist, wenn man eine falsche Entscheidung fällt, aber wir fühlten uns dieser Herausforderung gewachsen. Wir versuchten auch, vor allem am Anfang, die Grenzen des Möglichen zu verschieben. Zu Beginn waren wir vielleicht etwas extremer – das war so unser Stil damals – aber in allen Modellen erkennt man unser Auge für Details und Design, egal wie ausgefallen unser Geschmack war.

4SEE: Wer sind deine Designhelden? Fühlst du dich der Tradition des makellosen dänischen Designs verbunden?

Henrik: Witzig, dass du das fragst. Normalerweise würde ich jetzt einige Modedesigner nennen, aber eigentlich möchte ich lieber über Architekten und Möbeldesigner sprechen. Wenn man mich nach meinen Designvorbildern fragt, dann kommen die zweifellos aus Architektur und Möbeldesign. Es gibt diesen sehr berühmten Designer namens Poul Kjaerholm. Poul Kjaerholm war, meiner Meinung nach, einer der besten Architekten und Möbeldesigner unserer Zeit. Er war ein Däne, und er reiht sich genau in die Tradition ein, die du angesprochen hast. Er hat die richtigen Entscheidungen getroffen, was Material, Design und Linien angeht, aber er brachte immer etwas Verblüffendes und Avantgardistisches mit ein.

Die dänische Design-DNA verbindet Geradlinigkeit mit einem starken Standpunkt. Es geht darum, mit Material zu spielen. Es geht darum, neue Wege zu gehen, aber nicht nur absolut verrückte neue Wege zu finden, sondern sie cool und tragbar zu machen. Natürlich gibt es Unterschiede zwischen einem Gebäude, einem Hocker und einer Brille, die man sich auf die Nase setzt. Der exzentrische Hocker bleibt in deinem Haus, ohne dass du ihn jeden Tag mit dir rumträgst. Bei Brillen ist das schwieriger, die Designs sollen nicht nur spannend oder einzigartig sein, sie sollen auch gut aussehen und den Trägern, meiner Meinung nach, ein kleines bisschen Haltung verleihen.

Wir stehen absolut in der dänischen Designtradition und wir sind stolz darauf – auf unsere eigene Version davon.

4SEE: Zwanzig Jahre sind wirklich ein großer Meilenstein. Wie fühlt sich Ørgreen nach zwanzig Jahren für dich an?

Henrik: Ich bin unglaublich stolz. Es war großartig, dass wir vor zwanzig Jahren in der Lage waren, mit Ørgreen loszulegen. Wir sind immer noch drei Geschäftspartner in der Firma. Wir sind immer noch sehr glücklich und sehr stolz. Heute sind wir ein Unternehmen, das viele Menschen rund um den Globus beschäftigt, und wir sind uns unserer Verantwortung diesen Menschen und unseren Kunden gegenüber bewusst. Wenn wir etwas auf den Markt bringen und unser Name darauf steht, dann muss das eine Garantie für höchste Qualität sein und zu uns passen. Wir sind erwachsen geworden, aber immer noch 100% unserer eigenen Vision treu.

Das gehört alles dazu, wenn man professionell sein will – mehr zuhören, darauf achten, dass Funktion und Ergonomie eine große Rolle spielen. Das Gestell muss richtig sitzen, die Gläser müssen eingepasst werden, man braucht genug Halt, die Länge der Bügel, es gibt all diese kleinen Details, die man beachten muss. Erwachsen werden heißt, professioneller zu werden. Es fühlt sich großartig an, nach zwanzig Jahren ein fester Teil der Industrie zu sein. Ich würde sagen, Details, Design, Balance, Qualität und Verarbeitung, darauf sind wir nach zwanzig Jahren stolz.

4SEE: Welche Neuheiten gibt es bei Ørgreen? Bald erscheint eine neue, technologisch ausgereifte Kollektion, die Quantum Collection?

Henrik: Innerhalb der letzten fünf oder sechs Jahre haben wir intern viele neue Kollektionen entwickelt, sie aber nie auf den Markt gebracht. Wir haben immer wieder und wieder und wieder experimentiert. Wenn ich alles aus der Designabteilung zusammenzähle, haben wir mindestens zwanzig Konzepte entwickelt, die nie in Produktion gegangen sind – mit besonderen Eigenschaften, wie speziellen Scharnieren, spezieller Mechanik, Kombinationen mit Zylinderscharnieren. All das haben wir innerhalb der letzten sechs Jahre in Experimenten erprobt.

Vor ungefähr anderthalb bis zwei Jahren kam Tobias auf die Idee, ein verstecktes Scharnier aus Titan und Polyamiden zu entwickeln. Und das war die Idee, die Ørgreen als technisch anspruchsvolles Scharnierkonzept umsetzen wollte. Wir hatten uns länger schon in der Richtung umgesehen und nach einer zündenden Idee gesucht. So kamen wir zur Quantum Collection.

Wenn wir über dänisches Design und Ørgreen reden, dann bedeutet das immer Minimalismus. Daraus entstand die Idee, die Scharniere zu verstecken. Es sollte klar und einfach sein. Das ist die Definition von Quantum, wir nutzen minimalen Raum. Wir wollten weitergehen, als nur eine coole technische Spielerei zu entwickeln: wir wollten ein technisch anspruchsvolles Scharnier machen, das minimalistisch und verdeckt ist.

So kamen wir auf das versteckte Scharnier, das Teil der Quantum Collection ist. Es ist ein einfaches Konzept: Der Bügel besteht aus Titan, aber er hat einige einzigartige, patentierte Krümmungen, deren Enden abgeschliffen sind. Daran schließt das versteckte Scharnier an. Von vorne sieht man nur das Gestell aus Polyamid, das so konstruiert ist, dass alles nahtlos zusammenpasst.

4SEE: Warum habt ihr euch für ein neues Material entschieden, Polyamid?

Henrik: Für uns macht es die Kombination aus Titan – ein High-End-Material, mit dem wir seit 15 Jahren arbeiten – und Polyamid. Das Spannende an Polyamid ist, dass man es auch extrem dünn verwenden kann. Es hat also viele Vorteile, beispielsweise gegenüber Azetat: Es ist viel flexibler, sehr viel stärker und auch noch leichter.

Wir haben also das Polyamid genommen und es auf die nächste Stufe gehoben. Sie haben vielleicht schon bei anderen Marken Polyamid als Material gesehen, aber nicht auf die Weise, wie wir es machen. Bei unserem Polyamid fällt sofort auf, dass alles anders ist: die Oberfläche, die Farbe, die Struktur. Statt also einfaches Polyamid zu nehmen und uns damit zufrieden zu geben, haben wir die Ansprüche an das Material angehoben. Wenn wir damit an den Markt gehen und es verwenden, dann stehen wir als Ørgreen wirklich dahinter. Es ist auf einem höheren Level als jemals zuvor. Die Kombination mit Titan und unserem Tech-Scharnier macht Quantum aus: ein verstecktes Scharnier, Polyamid 2.0 und hochwertiges Titan.

4SEE: An wen richtet sich die Quantum Collection?

Henrik: Unsere Zielgruppe ist immer eine Mischung aus männlich, weiblich und unisex. Wir denken auch in Kategorien wie dem trendbewussten Kunden, dem klassisch orientierten Kunden und denen mit ihrem ganz eigenen Stil, die wir als eine gemischte Kategorie sehen. Es ist eine sehr gelungene Kollektion, die designbewusste und technikbegeisterte Kunden anspricht.

4SEE: Farbe spielt eine wichtige Rolle in Ørgreens einzigartiger Ästhetik. Wie fügt sich die Quantum Collection dort ein und wie sehen die ersten Color Stories aus?

Henrik: Ørgreen ist für seine Farben bekannt. Unsere Kunden schätzen nicht nur unsere Designs und unsere Qualität, sondern auch unsere Farbkombinationen und unseren spielerischen Umgang mit Farben. Also war für uns klar, dass Farbe auch in der Quantum Collection eine zentrale Rolle einnehmen würde. Unsere Farbdesignerin Sarah Lysell hat lange für die Kollektion experimentiert. Sie hat bestimmt über 30, 40, 50 verschiedene Farben für das Gestell und 20 oder 30 für die Bügel entwickelt. Im Endeffekt haben wir uns dann für 17 verschiedene Farben für das Gestell und sieben Farben für die Bügel entschieden.

Wir waren auf der Suche nach dem perfekten Look, auch farblich, für den bereits erwähnten trend- und designbewussten Kunden. Mit 23 verschiedenen Designs ist es eine relativ große Kollektion, es gibt also viele unterschiedliche Farbkombinationen.

4SEE: Wann wird die Quantum Collection erhältlich sein?

Henrik: Wir stellen die neue Kollektion erstmalig auf der SILMO der Öffentlichkeit vor. In unseren Geschäften wird sie ab Anfang November erhältlich sein, also werden wir am 1. November dieses Jahres an den Markt gehen.

Photo Credit: Ørgreen

 

 

 

 

Für die SILMO PARIS ist 2017 gleichzeitig Jubiläums- und Übergangsjahr. Die Messe feiert ihr 50-jähriges Bestehen. Dabei richtet sie sich auf die Zukunft aus und bestätigt ihre Rolle als zentraler Dreh- und Angelpunkt der französischen und internationalen Optikerbranche und des Brillenhandels. Einmal pro Jahr finden sich hier Branchenfachleute zusammen: Nicht nur für Verkauf und Einkauf, sondern auch, um sich im geselligen (und allseits geschätzten) Pariser Ambiente im Herzen Europas auszutauschen.

In den letzten 50 Jahren hat die SILMO PARIS ihr Engagement und ihre Nähe zu den Unternehmen immer wieder unter Beweis gestellt. Im Rahmen ihrer Expansion wurden nicht nur neue Marken und Designer eingebunden, sondern die Messe hat es auch verstanden, sich an Marktentwicklungen anzupassen. Heute gilt sie als effiziente Business-Plattform mit einem konstanten Angebot an Betreuungsleistungen für Aussteller und Besucher.
Ziel ist, Austausch und interaktive Inhalte vor, während und nach der Messe zu fördern.

Dazu hat die SILMO PARIS Info- und Schulungstools (Online-Dienste, digitales Magazin Trends by Silmo, Trendforen, Silmo d’Or, Silmo Academy usw.), sonstige Unterlagen und Werbemittel entwickelt. Sie bilden die Kreativität und Vielfältigkeit der Branche ab.

Seit ihrer Gründung hat die SILMO PARIS ihren Einflussbereich erweitert. Weitere strategische Standorte wie die SILMO ISTANBUL oder die SILMO SYDNEY sollen dabei helfen, den hohen Erwartungen von Märkten mit starkem Potenzial gerecht werden zu können.
Dieser Ansatz zielt darauf ab, die internationale Position der SILMO PARIS zu stärken. Darüber hinaus sollen Unternehmen die Möglichkeit haben, sich bei Bedarf auf ihrer Reise zu vielversprechenden Märkten professionell begleiten zu lassen.

Die SILMO PARIS ist eine Messe, die Maßstäbe setzt, sie ist ein Wegbereiter, der von sich reden macht. Als proaktive Veranstaltung engagiert sie sich weltweit an der Seite aller Akteure der Optikerbranche und des Brillenhandels.

2017 ist Jubiläumsjahr. Es wird auch als Jahr konstruktiver Veränderungen in die Geschichte der Messe eingehen, markiert es doch den Aufbruch in die nächsten 50 Jahre.

l. SAFILO Calibro, r. SAFILO Burrato

L’ITALIANO VERO

Foto BERT SPANGEMACHER
Text CHRISTINE TOMAS

Die meisten Menschen denken immer, dass Mode die Funktionalität außer Acht lässt. Nicht aber die italienische Brillenmanufaktur SAFILO, für die Ästhetik, handwerkliches Können und Tragekomfort stets Hand in Hand.

Safilos Fachpersonal geht in ihrer Expertise völlig auf. Alle Details werden kompromisslos und gewissenhaft bedacht – vom genutzten Material bis zur Entwicklung der patentierten Scharniertechnologie, so ist jedes einzelne Brillenpaar sowohl in Stil als auch Funktionalität für die Ewigkeit hergestellt.

Kunsthandwerkliche Fähigkeiten und fortschrittliche Technologie sind das Herzstück einer jeden SAFILO Brille. Auch die neue Kollektion ist diesbezüglich keine Ausnahme. Die Korrekturbrillen in Azetat, Titan, Stainless Steel und anderen Materialen sind ein Lobgesang auf ihre italienischen Wurzeln, auf das “Made in Italy” und die großen Namen wie Calibro, Canalino, Buratto, Bussola und Lastra. In ihrer Formvielfältigkeit von weichen, runden Rahmen bis hin zu schnittigen, rechteckigen Brillen sind die umwerfenden Designs nicht nur langlebig sondern auch unglaublich bequem. Dank eines neuen, exklusiven Scharniers, dass die perfekte Passform garantiert, zusammen mit den ergonomischen Antirutsch-Nasenpads, die den Nasensteg sanft umspielen, bieten SAFILO Modelle ein natürliches Tragegefühl – wie die Naturelemente von denen sie inspiriert sind.

l. SAFILO Calibro, r. SAFILO Burrato

l. SAFILO Calibro
r. SAFILO Burrato

MASKE & MASKE, BERLIN

Text MIO HAYASHI

Diese Boutique widmet sich ganz und gar der dänischen Brillenmarke Lindberg, die für ihre technischen Innovationen und ihre Handwerkskunst bekannt ist. Maske & Maske eröffnete im März diesen Jahres auf der Potsdamer Straße in Berlin, die sich in den letzten Jahren zum Szenetreffpunkt für Mode, Kunst und gute Küche gemausert hat. „Wir wollten einen Laden schaffen, der die gesamte Bandbreite der Marke widerspiegelt.

Lindberg bietet unglaublich viele verschiedene Kombinationen von Farben, Modellen und Materialien an. Dieser Vielfalt wollten wir gerecht werden und genug Platz haben, um das umfangreiche Angebot der Marke zeigen zu können.”, erklärt Georg Maske, der Besitzer des Ladens. Weil Lindberg ein großes Spektrum von Rahmen anbietet, gibt es nicht den einen typischen Kunden. „Trotzdem haben alle Lindberg-Kunden etwas gemeinsam: die Vorliebe für perfektionierte, federleichte Brillen. Lindberg verbindet Funktionalität mit schönem, durchdachten Design, dessen Unaufdringlichkeit an das Bauhaus in den 1920er Jahren erinnert.” Als Trends dieser Saison hebt Georg besonders runde und abgeflachte Formen aus Gold hervor und betont, dass Lindbergs Air Titanium Rim-Serie zwar schon vor über 20 Jahren entwickelt wurde, aber noch heute eines der besten Modelle auf dem Markt ist. Außerdem empfiehlt er Marken wie Andy Wolf, Face à Face, Götz und Lunor, die sich statt auf Logos und Markenhype lieber auf Design, Passform und Komfort konzentrieren.

Maske & Maske
Potsdamer Straße 105
10785 Berlin
+49 30 9153 9525
www.maskemaske.berlin

Foto: mit freundlicher Genehmigung von Maske & Maske

EYEVAN 7285 top 747, middle 758, bottom 759

BIG IN JAPAN.

Fotograf BERT SPANGEMACHER
Text CHRISTINE TOMAS
Set Styling ALICE GIBNEY

Die japanische Firma Eyevan 7285 katapultiert die Qualität etablierter Handwerkskunst gepaart mit innovativem Denken auf ein Niveau in ungeahnten Höhen. Das nahtlose ineinandergreifen von Tradition und Präzision bringt simple klassische Designs mit zeitlosem Charakter hervor. Obwohl das Unternehmen bereits vor über einem Jahrhundert gegründet wurde, haben vor allem die beiden ereignisreichen und prägenden Jahre 1972 und 1985 Eyevan zum weltweiten Hit gemacht.
Mit Stolz auf die japanischen Kultur produziert Eyevan, Altbewährtes und Ultra-Modernes gleichermaßen wertschätzend, vom Konzept zur vollendeten Brille, komplett in Japan. Wie man sich denken kann, ist das keine leichte Aufgabe: Für eine einzige Brille sind über 400 Schritte notwendig, durchgeführt von einer Handvoll auserlesener Fachkräfte in Sabae. Die Kollektion von Eyevan umfasst 46 Varianten elf verschiedener Grundmodelle, basierend auf Skizzen, die zwischen 1972 und 1985 entstanden sind und noch heute im firmeneigenen Archiv aufbewahrt werden. Eyevan-Brillen sind in den weltweit besten Highend-Konzeptstores erhältlich, etwa bei Colette (Paris), Liberty (London) und ABC Carpet & Home (New York City).

EYEVAN 7285 t. 747, m. 758, b. 759

oben EYEVAN 7285 747
mittig EYEVAN 7285 758
unten EYEVAN 7285 759

Xavier Garcia, Barcelona's Best.

Fotograf BERT SPANGEMACHER
Text CHRISTINE TOMAS
Set Styling ALICE GIBNEY

XAVIER GARCIA – Das Beste aus Barcelona.

Barcelona eine Stadt wie ein ganzes Universum. Kosmopolit folgt sie ihren eigenen Regeln, verzaubert mit umwerfenden Farben, atemberaubenden Sehenswürdigkeiten und einer Seele, wie sie nur über Jahrhunderte hat wachsen können. So ist es kein Wunder, dass auch der Künstler Xavier Garcia Barcelona verfallen ist. Genau wie seine Stadt macht er keine halben Sachen. Kompromisslos entwirft, produziert und verkauft er Brillen, die „sich niemandem unterwerfen, die sich selbst treu bleiben.“ Nur die besten Materialien und die entsprechende Behandlung werden für die technisch wohlkonstruierten, einmaligen Brillen verwendet. Xaviers Kollektion erinnert an katalanische Sommer, Barcelonas Strände und verschlagen einem den Atem. Der Metallrahmen der Calamar, eine Umformulierung der Pilotenbrille, umschließt leuchtend blaue Gläser. Das Modell Sepia verbindet gleich zwei Must-Haves der Saison: pinke Gläser umrahmt von einer goldenen Fassung.

Xavier Garcia, Barcelona's Best.
Top XAVIER GARCIA SEPIA Pink
Middle XAVIER GARCIA SEPIA Black
Bottom XAVIER GARCIA CALAMAR Blue

Photography BERT SPANGEMACHER
Text CHRISTINE LUZANO
Set Design PAUL BONCOEUR

RAY-BAN. AS REAL AS IT GETS

Müheloser Style, das ist der Kern von RAY-BANs DNA. Und das ist es, was jemanden cool macht, der eine RAY-BAN aufsetzt – ohne Angst, zu sehr cool aussehen zu wollen. RAY-BAN ist eine Marke, die sich durch ihre Glaubwürdigkeit auszeichnet, zum Einen dank der berühmten Gesichter, die ihre Brillen schmücken durften, zum Anderen weil sich die Marke der Authentizität und furchtloser Innovation verschrieben hat.

RAY-BAN ist immer aktuell und immer im Trend, bekannt dafür, dass sie vielen ihrer markanten runden Retro-Designs ein modernes Update verleihen. Die Frühling / Sommer-Kollektion 2016 bildet da keine Ausnahme. Zum Beispiel das Modell Erika: Die Form mag einem vertraut vorkommen, aber RAY-BAN hat das klassische runde Gestell mittels leichtem Nylon und Gummi mit Farbverlauf neu erfunden.

Der ikonische Schlüsselloch-Steg und die typischen RAY-BAN-Bügel runden den spannenden Look ab, der einen perfekt vom Büro ins Wochenende und wieder zurück begleitet. Erhältlich als Farbverlauf in Violett, Blau oder Grau für den modernen Style oder als Gummi-Schwarz sowie Gummi-Havana für den klassischeren Auftritt.

RayBan_01

Photography BERT SPANGEMACHER
Text JUSTIN ROSS

Der Name SALT. ergibt sich aus den Grundpfeilern der Marke: Sea, Air, Land und Timelessness. Die Bewunderung für die Kraft der Natur bestimmt SALT.s klar formulierten Anspruch, schlichtes Design richtig gut zu machen. Die elegant konstruierten Brillen überzeugen mit ihrer perfekten Passform und ihrer absolut modernen Gestaltung. Dafür braucht es ein treffsicheres Auge für Details und die sorgfältige Kontrolle von Design, Verarbeitung und Montage.

Das Hauptquartier von SALT. liegt in dem historischen Ort Costa Mesa in Südkalifornien, nur einen Katzensprung entfernt vom majestätischen Pazifik am Newport Beach – kein Wunder also, dass die zeitlosen Designs von SALT. von der Schönheit der Natur in all ihren Facetten inspiriert werden. Während Aaron Behle, der CEO von SALT., und Lead Designer David Rose in einer kleinen Bucht ganz in der Nähe ihrer Büros Wale beobachteten, nahmen sie sich einen Moment Zeit, um uns ihre Erfolgsgeheimnisse zu verraten.

Seitdem Aaron vor vier Jahren bei SALT. angefangen hat, leitet er ein sorgsam zusammengestelltes Team aus Eyewear-Experten. Für ihn ist SALT. ein Unternehmen, das sich durch seinen Fokus auf die Passform seiner Brillen auszeichnet. Es reicht ihm nicht, ein Modell nur für eine einzige Gesichtsform zu entwickeln. Das perfekte Tragegefühl soll sich bei jedermann mit einem SALT.-Rahmen einstellen. „SALT. ist der Gedanke an den Sitz der Brille sehr wichtig. Niemand in der Branche spricht über diesen Aspekt beim Entwerfen. Man geht einfach davon aus, dass er mitgedacht wird. Leider ist dies nicht der Fall, denn im Moment werden die meisten Modelle als Massenware produziert. Es ist also kein Wunder, dass sie nicht richtig passen. Dafür werden sie nicht entwickelt, denn die Fabriken in denen sie hergestellt werden, schaffen es nicht, qualitativ gleichbleibende Passformen zu produzieren. Aber genau das ist es, was unsere Marke so erfolgreich macht – unser hoher Qualitätsanspruch.

Diese unerschütterliche Leidenschaft für den optimalen Sitz treibt den Lead Designer David Rose dazu, die besten Materialien für die Brillen aufzuspüren, zum Beispiel japanisches Beta-Titan, japanisches und italienisches Azetat und erstklassige Gläser. SALT. arbeitet gezielt in Kleinserie und immer wieder mit den gleichen Zulieferern zusammen. So ist sichergestellt, dass jedes einzelne Gestell die hohen Qualitätsstandards von SALT. erreicht. Für David ist es wichtig, dass „Qualität von Anfang an besteht, und nicht nur dann, sondern auch im nächsten Jahr, in fünf Jahren, ja sogar in zehn Jahren noch.”

Für die Sonnenbrillen-Kollektion verbringt David viel Zeit damit, die besten Gläser von deutschen und japanischen Herstellern zu finden. Er scheut weder Kosten noch Mühe, wenn es darum geht, maßgefertigte Gläser zu bekommen, die Funktion, Design und Farbe perfekt verbinden. „David ist da als Designer kompromisslos, so wie wir es als Firma auch schon immer waren.”, sagt Aaron, sichtlich stolz auf Davids Design-Talent und die Erfolge, die ihnen diese hohen Ansprüche beschert haben.

David, der vor zehn Jahren zu SALT. kam, hat Beziehungen zu den besten Zulieferern der Welt aufgebaut, damit SALT. seine Rahmen in dem nur in Japan möglichen, ultra-präzisen und ganzheitlichen Herstellungsprozess fertigen lassen kann. Er arbeitet seit fast zwanzig Jahren mit dem japanischen Fabrikanten zusammen, der alle SALT.-Rahmen produziert. Und laut Aaron zahlt sich diese Treue aus: „Auf Japan zu setzen, ist immer noch sehr, sehr besonders bei Eyewear. Niemand beherrscht die Passformherstellung besser als die Japaner. Vom Rohmaterial zum fertigen Produkt wird jeder einzelne Schritt überprüft, bewertet, kontrolliert. Nach der Wirtschaftskrise 2008 standen viele Unternehmen unter großem Druck und zogen sich aus Japan zurück, aber wir sagten: Nein, wir bleiben unseren Partnern treu, das hier ist der beste Ort unsere Brillen herzustellen und das ist echte Loyalität unseren Produzenten gegenüber.” Dank der sorgsamen Pflege dieser hart erarbeiteten Beziehungen zu den namhaftesten Herstellern der Welt führt SALT. die Brillen-Industrie an, wenn es um Qualität, Beständigkeit und Passform geht.

SALT.-Gestelle sind weltweit erhältlich. Selbst international steht der Sitz der Brillen im Fokus, denn die Marke arbeitet mit Händlern vor Ort zusammen, um die Rahmen optimal an die verschiedenen Gesichtszüge in Asien, Europa und Nordamerika anzupassen. Diese besondere Art von Aufmerksamkeit und der Mut zu kühnen Entscheidungen, die sowohl die Beziehungen zu ihren Geschäftspartnern stärken als auch die Qualität der Produkte sichern, stiften Vertrauen in das Label. Das alles macht SALT. nicht nur zu einer zeitlosen Marke, sondern auch zum besten Beispiel für hervorragende Handwerkskunst.

Photography BERT SPANGEMACHER
Interview JUSTIN ROSS

Travis Mathews‘ Discreet: ein schwieriger, verstörender und notwendiger Film

4SEE interviewt den Indie-Filmemacher und Regisseur Travis Mathews, dessen Filme, wie etwa „Interior. Leather Bar.”, der von James Franco ko-produziert wurde, von der Kritik gefeiert werden. Wir sprachen mit ihm über seinen Arbeitsprozess, die Schwierigkeiten, die man als Filmemacher bewältigen muss, und das politisch angespannte Setting, das zu seinem Film „Discreet” führte.

Als einer der Vorreiter der Mumblecore-Bewegung ist Travis Mathews geübt darin, eine besondere Nähe zwischen dem Publikum und der Leinwand zu erzeugen. Discreet ist da keine Ausnahme, aber anders als einige seiner vorherigen Filme wie I Want Your Love, die sich thematisch mit authentischen und intimen Lebensaspekten beschäftigen, in die wir gefühlt mit Recht Einblick erhalten, schlägt sein neuester Film Discreet einen dunkleren und düsteren Ton an. In Discreet erzeugt Mathews Intimität, auch dann, wenn sie unangenehm ist.

Discreet verfolgt die persönliche Entwicklung eines jungen Mannes namens Alex (gespielt von Jonny Mars) zwischen Selbstsuche und Entfaltung (heißt: Entgleisung). Während wir Alex’ Entwicklung zurückverfolgen, sehen wir ihn bei dem Versuch, mit seiner Vergangenheit abzuschließen, oft scheitern. Trotz aller Hindernisse kämpft er um seinen Platz im ländlichen Texas.

Das Drehbuch für Discreet entstand, als Mathews selbst Zeit in Texas verbrachte und sich unwissentlich in das politische Epizentrum einer wachsenden populistischen Bewegung begab, die später von verschiedenen Seiten als “Alt-Right” bezeichnet werden sollte. Die dunklen und fatalen Auswirkungen ihrer allgegenwärtigen Mentalität zeigen sich im Film nicht nur in dem ländlichen Setting, sondern auch in der verzweifelt umständlichen Handlung des tieftraurigen Protagonisten Alex, seine Einsamkeit zu akzeptieren.

Diese angespannte Stimmung durchdringt den gesamten Film. Die dröhnende, wummernde Geräuschkulisse unterstreicht das Gefühl einer dunklen Vorahnung und zieht uns als treibende Kraft durch das Geschehen. In einer Zeit, in der wir uns einer immer stärker polarisierten Welt gegenüber sehen, führt Discreet die Hysterie der Nationen zurück auf eine persönliche Gefühlsebene und widerholt, spiegelt und multipliziert diese Panik der Welt im Privaten.

Wir trafen Mathews und seinen Ehemann sowie Produzenten von Discreet, João Federici anlässlich der Premiere des Filmes in Berlin. Mathews taucht mit uns in das Konzept hinter Discreet ein und erläutert seine prägnante, persönliche Darstellung dieses exemplarischen Ortes des Unbehagens der gegenwärtigen amerikanischen Gesellschaft.

ALAIN MIKLI A04002N

F: Wie wurde dein Film bisher angenommen? Bist du mit der Reaktion des Publikums zufrieden?

Es freut mich zu sehen, dass die Zuschauer anscheinend ziemlich stark darauf anspringen, positiv oder negativ. Ich glaube, kaum ein Filmemacher will eine kraftlose, mittelmäßige, lauwarme Reaktion auf seine Arbeit erleben. Ich habe das Gefühl, dass meine bisherige Arbeit und auch dieser Film das Publikum entweder mitnimmt oder abstößt, aber dazwischen gibt es nichts. Das ist uns bei den Reaktionen aufgefallen. Aber die meisten Menschen, die ich für Cineasten halte, und auch die Zeitschriften, die mir wichtig sind, verstehen, worum es geht. Das freut mich.

F: Erzähl mir, wie der Film entstanden ist. Wie kam der Stein ins Rollen?

Nach meinem vorherigen Film Interior. Leather Bar. saß ich nun drei Jahre an der Entwicklung und Vorproduktion für einen anderen Film. Die Arbeit war unbezahlt und es kostete viel Kraft, diesen Film zu machen. Er sollte für mich ein Crossover werden und ein breiteres Publikum erreichen. Es gab zwar Zuschüsse und Investoren, aber mit dem Geld ging auch eine Bürokratie einher, die alles verlangsamt. Wir wollten den Film im Zentrum von Texas aufnehmen.

Eine Woche vor Drehbeginn fiel der Schauspieler für die Hauptrolle aus und der Film löste sich quasi auf. Ich war zu dem Zeitpunkt schon länger in Texas, um den Drehvorzubereiten, und fuhr für die Vorproduktion mit dem Van durch die Gegend, den man jetzt auch in Discreet sehen kann. Als alles in sich zusammenfiel, zeigte mir das wieder, was ich am Filme machen mag: Dass man impulsiv sein kann, dass Dinge manchmal plötzlich passieren und dass die Entscheidungen nicht von einem Komitee aus zehn Leuten getroffen werden. Es liegt in meiner Hand und an den Personen meines Vertrauens.

Also fühlte ich mich in die Atmosphäre dessen ein, was um mich herum inmitten von Texas geschah, in meine persönlichen Erfahrungen und in das, was wie greifbare Beklemmung in der Luft lag. Diese drohende Angst, Furcht, Gewalt, die (ohne jetzt zu tief in diese intellektuelle Analyse einsteigen zu wollen) vom Patriarchat ausging und diese Angst einer Generation, dass sie für ihre Nachkommen keine Früchte trägt. Diese Anspannung einer heterosexuellen, weißen, männlichen, konservativen, ländlichen Mentalität, die panisch Angst davor hat, ihre Macht zu verlieren, und damit auch Angst davor, entmannt zu werden und ihre Macht aufgeben, Macht teilen und Macht verlieren zu müssen. Es gab dieses Gefühl eines letzten Aufbäumens grober maskuliner Kraft und dass diese Alt-Right extremistischen Menschen alles tun würden, um ihre Macht zu behalten. Wenn ich Radio hörte oder sogar einfach nur im ländlichen Texas unterwegs war, bekam ich den Eindruck, dass diese ganzen konservativen weißen Männer einen Pakt mit dem Teufel eingegangen waren. Sie entsagten jeglicher Form von Moral, Respekt oder Gesetz und taten die perversesten Dinge, alle nur, um Machtstrukturen zu erhalten. Sie nennen das nicht so, aber das ist der Deal, den sie gemacht haben.

Ich wollte diese Energie vermitteln, dazu die versteckte Homophobie und den Rassismus, die ich bei all diesen [Dating-] Apps sah, all diese Männer, die sich aus Angst hinter vermeintlicher Diskretion versteckten. Ich war besessen von diesen schwarzen Balken über ihren Gesichtern, die sich wie ein schwarzes Loch auftaten.

Diese beiden Aspekte wollte ich vermischen und durch einen Charakter erleben lassen, der eine Art Momentaufnahme des Zeitgeists ist. Die Zuschauer sollten sich in seiner von Trauma geprägten Perspektive wiederfinden, was auch immer das mit sich bringt. Es geht um Erinnerungen und Nichtlinearität. Einige der eher surrealen Elemente in dem Film bemühen sich darum, ihn dabei zu begleiten, während er erfährt, was verletzend ist und was ihn bei seiner Heilung unterstützt, was eine gute Beziehung ist und was eine schlechte Beziehung ist. Das Publikum sollte sich mit ihm gemeinsam in seiner Verwirrung befinden.

Und wir dachten, wir würden bald in einer Welt nach Hillary Clinton leben, so wie die meisten Menschen [zu der Zeit]. Wir dachten, dass nun eine neue Ära für sozialen Fortschritt beginnen und neues Leben in eine aufgeklärte Gesellschaft hauchen würde. Als wir in Texas waren und ich mein Team zusammenstellte, dachten wir, dass wir einen Schlussstrich unter diesen schrecklichen Moment ziehen würden, dass wir ihn – wenn auch nur knapp – verhindern würden.

Die Leiche, die am Ende des Films weg treibt: Wir alle in unserem Team haben andere Ideen, wer sich in diesem Leichensack befindet, aber ich denke, dass es eine Art giftige Mischung war, die einfach zu einem Ende kommen und verschwinden musste, so sahen wir es. Eine Ära dieses Alt-right Fanatismus, deren Ende gekommen war und die nicht noch mehr Macht erlangen sollte.

 


RAY-BAN RB3556-N

F: Wie hat sich deine eigene Interpretation deines Films nach dem Beginn von Trumps Präsidentschaft verändert?

Die Premiere bei der Berlinale und Screenings bei vielen weiteren Festivals geben mir ein Megaphon, um über dieses Problem und auch die Politik unserer heutigen Zeit zu reden und dass jeder von uns, ob man jetzt Filme macht, Künstler ist oder den ganzen Tag zuhause Fernsehen schaut, etwas bewegen kann. Jetzt ist nicht die Zeit zu schweigen und auch nicht die Zeit, sich zu isolieren. Also versuche ich weiterhin, Leute dazu zu bringen, auf sich selbst aufzupassen, aber sich nicht zu verstecken.

F: Was kannst du uns zu einem der heilsamen und stärkenden Elemente im Leben der Hauptfigur Alex sagen, seiner virtuellen Beziehung zu seiner Online-Bekanntschaft Mandy über YouTube? Im Film treibt er es zu weit und gerät dadurch in noch mehr Schwierigkeiten und zeigt seine verstörende Seite.

Normalerweise beschäftige ich mich nicht besonders mit YouTube und all seinen Subkulturen, aber als ich von ASMR hörte…

F: Was ist ASMR?

Du musst unbedingt über ASMR Bescheid wissen! Es steht für Audio Sensory Meridian Response, aber wenn man sich damit beschäftigt und sich Videos von den Schlüsselpersonen in dieser Community anschaut, dann sind die meisten Videos, wenn auch nicht alle, von Frauen gemacht. Sie werden nie anzüglich oder sexuell und obwohl sie unschuldig wirken sind sie trotzdem auch gruselig und schmierig. So wie Mandy im Film haben diese 3D-Mikrophone, die sie zu beiden Seiten der Kamera aufstellen, damit es sich anhört, als wären sie direkt neben einem. Sie flüstern und machen Geräusche. Das soll Leuten dabei helfen, einzuschlafen und sich zu entspannen. Viele Menschen nutzen die Videos auch als Therapie für PTBS. Ich wollte, dass dieses Zusammenspiel von Klang und distanzierter Intimität eines der ersten Dinge ist, die Alex wirklich helfen und ihm durch die Wiederholung von Tönen eine Art Frieden verschaffen und mit seinem Trauma interagieren und ihn beruhigen. Aber er ist so verletzlich und in seiner Entwicklung gehemmt, dass seine Vorstellung von Beziehungen und seine Fantasie von einer Beziehung mit [Mandy] fast kindhaft sind, wenn man betrachtet, was er sich vorstellt und was wirklich da ist. Ich wollte, dass sie quasi das Echo einer Stimme im Mutterleib ist, die er vielleicht nie gehört hat.

F: Wie war es für dich, mit deinem mittlerweile Ehemann João an dem Film zu arbeiten? Ihr habt euch vor genau vier Jahren hier in Berlin kennengelernt.

T: Wir haben uns im Südblock kennengelernt. Ich bin für mein schlechtes Gedächtnis bekannt, aber ich kann mich sehr gut erinnern, wie wir uns getroffen haben! [Lachen.] Es war ein Empfang am Nachmittag für Programmierer. Ein paar Filmemacher waren da, aber es waren hauptsächlich Programmierer.

J: Genau. Ich bin der Direktor des MIX Brazil-Filmfestivals, also war ich hier, um, wie schon seit zehn Jahren, neue Filme für unser Festival in São Paulo im November zu finden. Ich war also beruflich unterwegs.

F: Glückwunsch! Und nun arbeitet ihr zusammen?

T: Ja, er ist Produzent für Discreet und Schauspieler (er spielt Miguel). In Brasilien war er früher Schauspieler und arbeitete für ein paar Werbespots und Seifenopern.

J: Tatsächlich habe ich sogar eine schauspielerische Ausbildung, aber nach einiger Zeit arbeitete ich mehr und mehr in der Produktion. Ich habe vorher viele Theaterstücke und einige Filme produziert. Und dieses große Festival, das dieses Jahr zum 25. Mal in São Paulo stattfindet. Wir haben oft die gleichen Ideen für Projekte und ich mochte Travis’ Arbeit schon, bevor ich ihn kennengelernt habe, und seitdem ich ihn kenne, sogar noch mehr [lacht].

Vintage Frame

F: Ich möchte gerne zum Film zurückkommen. Mich hat das Outfit des Hauptcharakters Alex verwundert, er trägt diese strahlend weiße Sonnenbrille. Sie scheint ein Teil seines Charakters zu werden und mir ist aufgefallen, dass er sie überall mit hin nimmt.

T: Die Sonnenbrille war einer dieser Zufallsfunde, die einer der Gründe sind, warum ich das Filmemachen so liebe. Man findet alles von Kleidung über Orte bis hin zu Equipment, manchmal sind das Dinge, die man niemals hätte planen können. Jonny Mars, der Alex spielt, kam zu einem unserer Vorproduktionstreffen und er trug diese Sonnenbrille und sie machten so einen markanten „schau mich an, aber schau nicht mich an”-Eindruck, weil sie weiß war. Sie gefiel mir an ihm und so entschied ich, dass sie Teil seines Kostüms oder eher seiner Rüstung sein sollte. Ich mochte ihren 80er-Flair und dass sich sein Stil einfach über zusammengewürfelte Funde definiert. Ich wollte nicht, dass er ‘Hipster’-mäßig aussieht und wir haben sehr darauf geachtet, das zu vermeiden. Für mich ist sein Kostüm eine Ansammlung verschiedener Dinge und keine bestimmte Ästhetik.

J: Ich hatte das Gefühl, dass er einige seiner Gefühle hinter dieser Brille verstecken konnte.

T: Ja, natürlich waren sie als Versteck gedacht, aber gleichzeitig sind sie weiß, was nach Aufmerksamkeit schreit.

 Discreet feierte im Februar bei der 67. Berlinale in Berlin Premiere und ist aktuell bei zahlreichen Festivals rund um den Globus zu sehen, zuletzt bei dem San Francisco Film Festival im April. Außerdem wird er dieses Jahr auch beim MIX São Paulo zu sehen sein.

Cover frame: DOLCE & GABBANA DG1288

DITA, NEW YORK

Dita wurde 1995 vom Design-Duo Jeff Solorio und John Juniper mit der Vision gegründet, eine zeitlose Ästhetik zu schaffen: Sie kreierten eine Vintage-Kollektion mit modernem Twist, bei der die eleganten Gestelle und die subtilen Logos die Brillen für sich sprechen lassen. Ursprünglich stammt die Marke aus Los Angeles, mittlerweile operiert sie drei Flagship-Stores in den USA, einen in Tokio und wird in 50 Ländern verkauft. Die gesamte Kollektion wird in Japan von Hand gefertigt. Stars von Brad Pitt bis zu den Olsen-Zwillingen schätzen die hochwertigen Brillen.

Fragt man ihn nach seinem Vorgehen bei Beratungsgesprächen, erklärt Ariel Anaya, Manager des DITA SOHO-Shops: „Bei Brillen geht es nicht bloß um die Funktion oder gar nur um Style. Dita erzählt mit den Produkten auch eine Geschichte. Und dafür müssen wir die Geschichte der Kunden kennen.” Deshalb ist es besonders wichtig, nach der Arbeit, dem Kleidungsstil und den persönlichen Interessen zu fragen, um die passende Brille zu finden. Ganz in diesem Sinne wurde das Prinzip des „wardrobing” entwickelt, bei dem man zu verschiedenen Anlässen andere Brillen trägt oder seine Brille von Tag zu Tag wechselt, um einen neuen Look zu erzielen. Ariel selbst besitzt elf verschiedene Brillen. Sein Favorit? Die ‚Statesman’.

Was die Trends der nächsten Saison angeht, empfiehlt die von der Mode-Elite geschätzte Marke dynamische Rahmen aus klobigem Azetat für die Herren und übergroße 60er-Jahre-Brillen für die Damen.

DITA SOHO
273 Lafayette St.
New York, NY 10012
+1 212 431 8900
Online: www.dita.com

Foto: mit freundlicher Genehmigung von DITA

Fotograf BERT SPANGEMACHER
Text JUSTIN S. ROSS

Zum 30. Jubiläum von Top Gun, dem Film, der eine ganze Generation den Aviator-Look von Tom Cruise imitieren ließ, besuchte 4SEE die Kunstflug-Teams von Red Bull und Breitling. Ihre wunderbaren Flugzeuge bieten die perfekte Kulisse, um die klassische Pilotenbrille neu zu entdecken.

Gut versteckt in den österreichischen Bergen liegt ein moderner, gläserner Hangar, der die wichtigsten und schönsten Flugzeuge beherbergt, mit denen sich die Menschheit im letzten Jahrhundert in die Lüfte erhoben hat. In dieser unbekannten Welt gehen Piloten aus Leidenschaft jeden Tag an ihre Grenzen, um Unmögliches beim Fliegen eben doch möglich zu machen.

Diese Flugkapitäne sind Mitglieder des Red Bull Flying Teams mit dem passenden Namen „The Flying Bulls”. Ihr Enthusiasmus für Flugzeuge und die Anmut des Fliegens ist beispiellos. Als begnadete Kunstflieger zeigen sie uns, was für Wunder Menschen mit diesen schönen Maschinen aus schwerem Metall in der Luft vollbringen können.

aviatorstory_07Paco Wallaert, callsign ‚Paco’ trägt RAY-BAN AVIATOR RB 3025
Uhr BREITLING

aviatorstory_05Philipp Haidbauer trägt IC! BERLIN ROADSTAR Pearl Grey, Teal Mirrored

aviator_04Philipp Haidbauer trägt BLACKFIN BF761 Brunswick

Natürlich braucht jeder Pilot die Unterstützung einiger absolut verlässlicher Instrumente, um sich erfolgreich in die Lüfte zu schwingen, während des Fluges die Orientierung zu behalten und sicher auf den Boden zurückzukehren. An dieser Stelle kommt Breitling ins Spiel.

Der traditionsreiche Uhrenhersteller aus der Schweiz ist für seine bewährten Zeitanzeiger und wunderschönen, handgemachten Armbanduhren bekannt. Im frühen zwanzigsten Jahrhundert kreierte Breitling mit seiner branchenführenden Technologie die besten Flugzeugarmaturen für Zivil- und Militärmaschinen.

Die beiden Anwendungsgebiete wurden in den 1950er Jahren durch die Erfindung des Armband-Chronographen Navitimer miteinader verbunden. Heutzutage gehört zu dem Look jedes Piloten eine robuste, zuverlässige und multifunktionale Armbanduhr von Breitling. Ganz besonders gilt das für das Flugschau-Team von Breitling, das Breitling Jet Team.

Die Flugzeugmuster, die diese Teams fliegen, zeigen, dass handwerkliche Qualität und herausragendes Design niemals aus der Mode kommen. Und dies gilt nicht nur für die Flieger sondern auch für die Pilotenbrillen. Wie ihr Name schon sagt, sind sie in der Flugzeug-Industrie entstanden. Die Piloten und Besatzungen von Passagiermaschinen und Militärflugzeugen trugen die Brille gleichermaßen. Ihre einzigartige Form schützt dank der breiten, sich verjüngenden Gläser einen großen Bereich um das Auge herum und minimiert den Einfluss von Wind. Dieser aerodynamische Effekt ist für Flieger von immenser Bedeutung, denn er beugt tränenden Augen vor.

aviatorstory_01Jacques Bothelin, callsign ‚Speedy’ und Patrick Marchand, callsign ‚Gaston’ tragen RAY-BAN AVIATOR RB 3025

aviatorstory_10Jacques Bothelin, callsign ‚Speedy’ trägt RAY-BAN AVIATOR RB 3025 Uhr BREITLING

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aviatorstory_13Philipp Haidbauer trägt DANIEL HECHTER DHE S202-2

aviatorstory_02

Das Breitling-Jet-Team fliegt L-39C Albatros Jets in Formation. Sie
zeigen ihr Können 2016 am 23.-25. September bei der Miramar
Air Show Kalifornien, USA. Während der San Francisco Fleet Week
am 8.-9. Oktober sowie im Rahmen der Huntington Beach Air Show Kalifornien, USA am 22.-23. Oktober. Mehr Informationen finden Sie unter: www.breitling-jet-team.com

Diese Pilotenbrillen passen perfekt zum Look, den die Piloten der Flying Bulls und das Kunstflug-Team von Breitling mit ihren beeindruckenden Flugzeugen abgeben. Die Teams nehmen regelmäßig an Airshow-Veranstaltungen teil. Das fordert nicht nur die Piloten heraus, sondern sorgt auch dafür, dass die Maschinen in Stand gehalten werden, die Geschichte der Luftfahrt zelebriert wird und das Publikum einen absoluten Nervenkitzel erlebt.

Unsere Bewunderung für diese mutigen Flieger und ihren furchtlosen Stil heizt unsere Liebe für die Pilotenbrille noch weiter an. Die für ihre Uniformen typischen eleganten Linien finden sich in dem dünnen Metall der heutigen Pilotenbrillen wieder. Sie sind ein zeitloser Klassiker, denn sie stehen für geschmackssicheren Stil und einen Jetsetter-Lifestyle voller Abenteuer. Als das absolute Wahrzeichen für Coolness inspirieren sie uns zu echten Höhenflügen – Top Gun lässt grüßen.

aviatorstory_11Raimund Riedmann trägt RANDOLPH AVIATOR Gun Metal 58mm

aviatorstory_14Raimund Riedmann trägt LINDBERG 8703

aviatorstory_12Mirko Flaim trägt IC! BERLIN PANORAMA Chrome-Black, Silver Mirrored

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Raimund Riedmann trägt TOMS KINGSFIELD Havana TortoiseUhr BREITLING NAVITIMER 46mm

Die Flugzeuge der Flying Bulls sind im spektakulären Hangar-7 am Salzburger Airport untergebracht. Das Flugzeugmuseum ist täglich von 9:00 bis 22:00 Uhr geöffnet, der Eintritt ist frei. Besuchen Sie unbedingt auch das Restaurant IKARUS. Übrigens: Gäste, die mit dem Flugzeug anreisen, parken direkt vor dem Hangar-7.

www.flyingbulls.at

www.hangar-7.com

 

 

Photography BERT SPANGEMACHER
Text CHRISTINE LUZANO
Set Design MARCELL NAUBERT

If you think about it, with today’s technology there’s really no reason to wear glasses, so why do we? While some say they wear specs because of fashion, we at 4SEE like to think that there’s more to it than that. Unlike any other accessory, glasses give us the power to transform and present another side of ourselves. This issue takes a closer look at the brands that draw inspiration from various sources — be it nature, the urban landscape, or individual artistic expression — and inspire us to be our own version of virtually anything: from artist to architect, rock star to rebel.

ETNIA BARCELONA is a brand known for taking its inspiration from cultural and artistic movements. It was just a matter of time until they would tackle the legend known as Jean-Michel Basquiat. Basquiat, born in 1960, revolutionized the New York art world in the eighties and moved on to captivate the world with powerful, expressive works that addressed racism, politics and social hypocrisy. Where Basquiat masterfully conveyed the language and symbolism of the streets, Etnia Barcelona follows his lead by paying homage.

The J.M. Basquiat x Etnia Barcelona collection, replete with references to jazz, rap, punk, pop culture and comics takes on the world of graffiti and street art with four new models. The frames feature Basquiat’s signature and iconic crown, brave color combinations and elements of the artworks themselves displayed on the inside of the temples and outer temple tips.

Three of his groundbreaking artworks (Fallen Angel, Glenn, and In This Case) are featured across four different styles of frames so there are plenty of options to pick and choose from in Etnia’s Basquiat collection. Here we see Glenn (BASQUIAT 03 YW-Glenn) lending a rich color palette of yellow and amber hues to the confident frames by Etnia, and Fallen Angel’s (BASQUIAT 01 BL-Fallen Angel) iconic artwork juxtaposed with the elegant gold details designed by Etnia for the temples and hinges. To top it all off, every pair of frames from the collection comes in a box set that beautifully tells the story of legendary art pioneer Jean-Michel Basquiat.

Visit Online: ETNIA BARCELONA

ORGREEN OPTICS, KOPENHAGEN
Kim Sørensen
Geschäftsleiter

Obwohl Ørgreen heutzutage in einer trendigen Gegend Kopenhagens beheimatet ist, ist das Label seinem Gründungs-Credo treu geblieben: Seit 1997 setzt die Marke auf klare Linien und innovative Farben. Ørgreen kombiniert das Beste von dänischem Design mit exzellentem japanischen Handwerk – designt wird in Dänemark, gefertigt wird in Japan von Hand. Inspiration für die einzigartigen Brillen kommt von der Großstadtkultur, Extremsportarten und Oldtimern. Im Geschäft sind auch angesagte Marken wie Barton Perreira, Celine, Thom Browne, Reiz, Goldsmith, Hoffman Horn und Little Paul & Joe erhältlich.

Orgreen , Eyewear, Copenhagen eyewear, or green store, sunglasses, eyewear store display

Die Suche nach der perfekten Brille beginnt bei Ørgreen mit einem gründlichen Sehtest, für den die neueste Technologie genutzt wird. Darauf folgt die detaillierte Beratung, damit das neue Gestell zu dem Lifestyle, der Gesichtsform, Hautfarbe und dem Kleidungsstil des Kunden passt. „Bei uns fängt Qualität mit Komfort und Funktionalität an, erstreckt sich aber genauso auch auf die Ästhetik. Eine Brille soll die eigene Sicht auf die Welt verbessern, aber auch, wie die Welt einen selber sieht.”, erklärt Kim Sørensen, Geschäftsleiter von Ørgreen.

Seine Lieblinge für die nächste Saison sind die kompakte Reflector und das Unisex-Modell Gloom mit Vintage-Anleihen. Seine Trend-Prognose: Kompakte Designs und Vintage-Details, zum Beispiel flache Rahmen, dünne Gestelle und verspiegelte Gläser bei Sonnenbrillen.

Orgreen , Eyewear, Copenhagen eyewear, or green store, sunglasses, eyewear store display

Orgreen , Eyewear, Copenhagen eyewear, or green store, sunglasses, eyewear store display

Orgreen
Hauser Plads 30A, 2
1127 Kopenhagen, Dänemark
+45 3333 0359
www.orgreenoptics.com

Foto: mit freundlicher Genehmigung von Ørgreen

Text MIO HAYASHI

Zerezes x Insecta

2012 gegründet, entstand Zerezes aus den persönlichen Bedürfnissen einiger Uni-Freunde – sie mochten Sonnenbrillen mit Holzrahmen aus den USA, aber es gab keinen Versand nach Brasilien, also begannen sie, einfach ihre eigenen zu entwickeln. Damals wurde in Brasilien wegen der Fußball-WM und der Olympiade viel gebaut und viele seltene Hölzer landeten auf der Müllhalde.

Heute werden ihre Brillen von einer bunt gemischten Kundschaft getragen, von Trendsettern bis zum Mainstream. Sie sind davon überzeugt, dass Produkte eine lange Lebensdauer haben können, und vermeiden Trends. Ihre meistverkauften Rahmen sind das quadratische Modell Votto und die rundliche Zeg aus dunklem Jacarandá-Holz.

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Auf die Frage, wie viele Brillen er selbst besitzt, antwortet Luiz, dass er zwei Zerezes-Brillen hat. Er fügt hinzu, dass Mykita die besten Brillen herstelle, und zu seinen übrigen Favoriten zählen Epokhe und Oliver Peoples.

Ihr erster Pop-Up-Store öffnete letzten September in Rio de Janeiro in Kooperation mit Odde, einer Schuhmarke. Ihr dritter und neuester Store hat gerade in São Paulo eröffnet, zusammen mit einer anderen Schuhmarke, Inspecta. „Wir sind sehr froh darüber, in São Paulo eine Filiale zu haben. Zerezes wächst zwar langsam, dafür aber nachhaltig. In Rio sind wir bereits eine bekannte Größe und hoffen nun auch in Sao Paulo an diesen Erfolg anknüpfen zu können.”

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Zerezes x Insecta
Rua Artur De Azevedo, 499
Pinheiros, São Paulo, Brazil
Tel +55 21 3494 4674
www.zerezes.com.br

Fotos: mit freundlicher Genehmigung von Zerezes

Photography BERT SPANGEMACHER
Text DAGMAR SCHRAMM

Blackfin takes the standard of “Made in Italy” to a whole new level by combining local production with precision technologies, only the best materials, and minimal designs. From cutting the frames to distribution, everything takes place under one roof. Even more remarkable, the modern glasses are produced far from any bustling city in the small town of Agordo, northern Italy. Blackfin’s key to success lies in the authenticity, connection, and passion that the team around CEO Nicola Del Din ardently pursues everyday.

Gleaming rooftops during summer and sparkling snow in winter; Agordo is truly a paradise on earth. Here, between the peaks of the Dolomites, Blackfin has been located since 1971. This is no accident. Eyewear giant Luxottica established itself in Agordo in the 1960s, and many smaller businesses followed suit, quickly making Agordo the hub of Italian eyewear production. Maria Pramaor, the mother of the present-day head of Blackfin Nicola Del Din, was an employee at Luxottica right from the start. Soon she decided to open her own business called Pramaor and began producing frames for Luxottica and other big eyewear brands. But then pricing policies got worse — and Pramaor was in crisis.

Together with her son Nicola she managed to change the course of the company when they decided to start producing their own frames by creating a new label called Blackfin. Success has followed this decision: in 2015 they produced 90,000 glasses, for 2016 production is estimated to go up to 110,000 pairs. Blackfin recently renovated their building in the style of high-tech Silicon Valley startups and now it is an über-modern company in the middle of Italy’s idyllic countryside.

Nicola Del Din, Blackfin CEO 

The label’s exciting and original spirit strongly shapes the pared back designs of their eyewear. Nicola created the term “NeoMadeinItaly” to sum up the brand’s philosophy. “We are a company with an extremely high technological standard. At the same time, we’re surrounded by inspiringly beautiful nature. This combination of global connections, captivating ideas, perfect organization and communication as well as a deep bond with our home is what defines Blackfin.” Nicola himself loves this region more than anybody: “If I had to live somewhere else, I’d rather die!”

Final assembly and inspection

Blackfin’s coloring process produces top-notch frames by hand

Nicola’s 60 colleagues also live by the label’s philosophy. Most of them went abroad to gain experience that now benefits Blackfin. All steps of production take place under one roof, even the colors are developed and produced in-house. Outsourcing production to Asia is unimaginable for Nicola Del Din: “Of course it is much more expensive to produce in Italy. But because we produce everything ourselves and forgo any in-betweens, we can truly claim the label ‚Made in Italy.‘ It is so much more authentic and emotional for a company to completely take control of production. And that is our strength.”

Pure titanium is shipped from Japan to provide a perfect base for Blackfin’s no-frills frames. The sheets are only half a millimeter thick, resulting in extremely light, durable, and comfortable glasses. At the moment Blackfin concentrates on optical frames, only 10 percent of this year’s production models were sunglasses. The biggest inspiration for the label’s designs comes from Scandinavian classics, and yet there is nothing classical about them — Blackfin prides itself on being highly modern.

New models and an expanded sunglasses collection are in the works. “We are ready for the next level,” Nicola says. “Our new space and our perfect manufacturing conditions provide a great platform for new ideas. We are going to present some fresh concepts before the end of the year.” Without a doubt, Blackfin is going to surprise and excite us with their precision technology and crystal clear design.

Visit Online: BLACKFIN.EU

 

Fotos BERT SPANGEMACHER
Text CHRISTINE LUZANO
Set Design PAUL BONCOEUR

STRAIGHT OUT OF COBLENS

Kein anderes Metall beeindruckt so wie Titan. Außergewöhnlich stark, trotzdem unglaublich leicht, flexibel und dazu noch hypoallergen – Titan verkörpert Tradition und Technologie. Und für den deutschen Brillenhersteller COBLENS ist Titan ganz einfach „The One”.

COBLENS benutzt ausschließlich Titan für ihre handgemachten Metallrahmen. Und genau wie Titan ist ein Original von COBLENS einfach unerreicht. Alle Komponenten und Rohmaterialien werden nach den Design- und Produktionsstandards der Gründer Ralf Schmidt und Nils Kaesemann gefertigt. Für einzelne Komponente wie Augendraht, Scharniere, Bügel und Nasenauflage werden passende Legierungen hergestellt. Lackfarbe wird nicht benutzt, stattdessen verleiht eine strapazierfähige PVD-Beschichtung den Gestellen unterschiedliche Farbtöne. Diese zweite Schicht – Titan auf Titan schützt die Brillen zusätzlich und macht sie zu langlebigen mechanischen Meisterwerken.

Eine der neuesten COBLENS-Kampagnen, passend mit „Zentralflughafen” betitelt, ist genauso originell wie die Kollektion. Teils Vintage, teils hochmodern legt sie die britische Harry Palmer-Agentenserie neu auf, in der ursprünglich Michael Cain die Hauptrolle spielte. Die Geschichte beginnt, als eine Geheimagentin im Berliner Zentralflughafen Sonnenbrillen fallen lässt, in deren Bügeln Nachrichten für westliche Agenten eingraviert sind. Eine augenzwinkernde Hommage an das Genre, schließlich gehören Sonnenbrillen zur Berufskleidung jedes Spions!

coblens

COBLENS.DE

Fotos BERT SPANGEMACHER
Text DAGMAR SCHRAMM

Abseits der großen Namen gelingt es einigen kleineren Labels auf dem hart umkämpften Brillenmarkt zu glänzen. Individualität ist gefragt und welches Accessoire unterstreicht sie besser als eine Brille? Gutes Design, hochwertige Materialien und perfekte Verarbeitung sind die Grundlage für den Erfolg der Unternehmen. Das wichtigste aber ist die Persönlichkeit und das Herzblut, das die Menschen hinter der Marke investieren. 4SEE hat Ralph Albrecht, den Designer und Miteigentümer von KBL, und Yasunori Masunaga, CEO des gleichnamigen Brillenlabels, zu ihren Strategien und Zukunftsplänen befragt.

KBL steht für „kind of bohemian lifestyle“, was die Philosophie des frischen Labels auf den Punkt bringt: Das Unternehmen macht Brillen für Menschen, die den Spirit der Metropolen leben und lieben. Die Rahmen sind keine Statussymbole, sondern Ausdruck von Stilbewusstsein, Spaß und Lebensfreude. Dazu passt auch das gute Preis-Leistungsverhältnis, das KBL auszeichnet. Ins Leben gerufen wurde das Label 2009 von Adam und Kara Mendelsohn und Dave Barton in New York. Seit 2011 ist Ralph Albrecht mit an Bord, um KBL in Europa auf den Markt zu bringen.

Mittlerweile sind die drei Gründer nicht mehr für KBL tätig. Ralph Albrecht, der über jahrzehntelange Expertise im Brillenbusiness verfügt und namhafte Marken wie Alain Mikli, Oliver Peoples und Barton Perreira zu seinen Referenzen zählt, hat den Glauben an das Label nicht verloren. Und auch der erfahrene Produzent der Frames hat das Potenzial der Marke rechtzeitig erkannt und in KBL Eyewear investiert. Heute ist sie aus den angesagten Läden und von den Nasen echter Trendsetter nicht mehr wegzudenken.

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Ralph, wie hast du es geschafft, KBL weiterzuentwickeln?
Ich habe KBL strategisch neu ausgerichtet. Dazu gehören die Ableitung des Namens, ein neues, hochwertiges und extrem robustes Scharnier und der Lifestyle-Aspekt, der wie eine verbindende Klammer funktioniert. Wir haben beispielsweise die Silhouette des Empire State Buildings in das Metall der Bügel eingeprägt, kein anderes Gebäude steht so sehr für das aufregende Leben in den Metropolen. Und genau das repräsentieren auch unsere Brillen.

Du hast kurzerhand die Design-Entwicklung selbst in die Hand genommen…
Ja! Wir brauchten ja eine neue Kollektion und es gab nur einige wenige Entwürfe, auf die wir aufsatteln konnten. Ich kenne mich mit den Herstellungsprozessen bestens aus, also habe ich kurzerhand selbst zu Block und Bleistift gegriffen. Ideen habe ich genug und die Profis, die bei unserem Produzenten arbeiten, können die zu funktionierenden Rahmen machen. Mein erster Entwurf, die All American Rocket, ist direkt in die Serienproduktion gegangen – ohne dass es je einen Prototypen gab. Das Modell ist heute noch ein absoluter Bestseller.

KBL_03

Woher kommen deine Ideen?
Ich lasse mich von Fassungen aus 60er, 70er oder 80er Jahren inspirieren. Die Designs waren toll, aber sie funktionieren heute nicht mehr. Deshalb baue ich sie so um, dass die Essenz erhalten bleibt, aber etwas ganz neues entsteht. Aber auch Architektur, Uhren oder Schuhe können Vorbilder für neue Brillen sein.

Welche Materialien verwendest du?
Wir nutzen vor allem italienisches Acetat und Titan aus Japan. Wir legen Wert auf eine extrem hochwertige Fertigung. Unsere Bügel zum Beispiel werden aus Acetatplatten gelasert, nicht gefräst. Das ist einfach exakter und es fällt weniger Materialabfall an, was die Umwelt schont. Wir setzen auf genormte Produktionsqualität, die wir mit Handarbeit kombinieren. Dazu gehören der Zusammenbau und das Polieren der Rahmen, das machen erfahrene Kräfte in unserer japanischen Produktionsstätte. Auch die Gläser sind etwas Besonderes, wir kooperieren zum Beispiel mit dem bekannten italienischen Hersteller Barberini, um die außergewöhnlichsten Farbverläufe anbieten zu können.

Was können wir in Zukunft von KBL erwarten?
Wir werden demnächst zwei Sonderkollektionen präsentieren: KBL photochromatic mit mineralischen Gläsern, die sich in der Sonne verlauffarben einfärben. Haucht man die Gläser an, erscheint das KBL photochromic Logo. KBL pure classic werden wir auf der SILMO 2016, der wichtigsten Optikmesse in Paris, präsentieren – hier kombinieren wir Betatitan mit Features der 80er und 90er Jahre und lassen diese Epochen, die in der Brillenbrache bedeuten waren, wieder neu aufleben. Die Modelle wird es in unterschiedlichen Größen geben, auch in Übergrößen.
Eins ist sicher: Die Ideen gehen uns nicht aus.

KBLeyewear.eu

Fotos LANCE CHESHIRE
Creative Director KEITH S.WASHINGTON
Location NEW YORK CITY

4SEE Magazin begibt sich auf die Suche nach dem Herzschlag der Metropolen dieser Welt. Für unser neues Editorial SNAPPED gehen wir auf die Straße und fühlen nach dem Puls der Zeit.

persolnyc_05NAME: Kumar Mitra
JOB: Koch
BRILLE: PERSOL P0 3129S 24/57

persolnyc_08NAME: Norma Tarquino
JOB: Held
BRILLE: PERSOL 3128V 95

NAME: Rocio Ferrua
JOB: Held
BRILLE: PERSOL 31229S 24/57

persolnyc_04NAME: Jose R. Velez
JOB: Parkhaus Mitarbeiter
BRILLE: P03132S 95/4N

persolnyc_07NAME: Gregory Wheeler
JOB:  Schuhpolierer
BRILLE: PERSOL P0 3128V 95

persolnyc_01NAME: George Esposito
JOB: Fleischer
BRILLE: PERSOL P0 3132S 24/33

persolnyc_02NAME: Matilal Debroy
JOB: Werbeschildläufer
BRILLE: PERSOL P0 3132V 95

persolnyc_09NAME: Kenny Redguard
JOB: Bauarbeiter
BRILLE: P0 2388S 1039/30

Fotos BERT SPANGEMACHER
Text JUSTIN ROSS

Die besten Brillen dieser Saison weisen der Industrie die Zukunft. Sie nutzen neueste Technologien, verleihen bewährten Klassikern ein modernes Update und perfektionieren jedes kleinste Detail, um Brillen zu schaffen, die über Jahrzente aktuell bleiben.

ronaradPQ BY RON ARAD D903-R13
Die sexy Kurven dieser Unibody-Brille wurden 3D-gedruckt. Dieses Statement-Modell überrascht darüber hinaus mit tief eingelassenen Gläsern.

raybanRAY-BAN RX6049 2500
Ray-Bans kommen nie aus der Mode, aber dieser klassischen Pilotenbrille gelingt mit ihrem goldglänzendem Metall und den Bügelspitzen aus Havana-Azetat die Retro-Hommage besonders gut.

victoriabeckhamVICTORIA BECKHAM EYEWEAR FINE WAVE VBS96 C1 in Gold Moss
Dank V-förmiger Bügelenden, exquisit gebogener Bügel und einer perfekten Schmetterlingsform, die an Art Déco denken lässt, wird diese Sonnenbrille sofort zum Klassiker.

lindbergLINDBERG N.O.W. 6523
Dieses ultraleichte Gestell von Lindberg kombiniert raffiniertes, minimalistisches Design mit der neuesten Technologie für Titanverbundbau. Das Ergebnis ist eine hauchzarte Brille für den ultimativen Chic.

Text JUSTIN ROSS

Victoria Beckham –
Mit Leidenschaft und Talent von der Stilikone zum Modemogul

Victoria Beckham überrascht immer wieder. Sie wurde in den 1990ern über Nacht weltweit als Mitglied der Spice Girls berühmt. Selbst als die Girl Group an Bekannt- und Beliebtheit einbüßen musste, blieb Victoria im Rampenlicht. In dieser Zeit geriet Victorias Liebe zu Modeexperimenten immer wieder in den Fokus, war sie doch auf den Covern von Modemagazinen rund um den Globus zu sehen. Dank ihres Abenteuergeistes und ihrer Risikobereitschaft landete sie sowohl auf Best- als auch Worst-Dressed Listen. Sie blieb ihrem Geschmack aber immer treu und probierte sich weiter modisch aus.

Für viele ist diese Art von Berühmtheit nicht nur kurzlebig, sondern auch schwer auszuhalten, aber für Victoria Beckham war sie erst der Anfang. Als bekannt wurde, dass Victoria Beckham unter ihrem eigenen Namen eine Modekollektion designen und produzieren würde, waren einige skeptisch. Das hat sie jedoch nicht davon abgehalten, den Sprung in die Modewelt zu wagen, ganz im Gegenteil. Sie kreierte eine von der Kritik gelobte und kommerziell erfolgreiche Kollektion. Was einige für eine Eintagsfliege in der Fashionindustrie hielten, ist stattdessen zu einem beständig wachsenden, detailverliebten Mode-Imperium heran gereift.

Während ihre gleichnamige Marke wächst und weiterhin begeisterte Kritiken erhält, hat Victoria schon neue Gebiete erschlossen, die sie ebenso liebt: Brillen und Accessoires. Die selben Werte, die zum Erfolg ihrer Modemarke geführt haben bestimmen auch ihren Ansatz und ihre Ästhetik in diesen beiden neuen Unternehmungen: machen, was man liebt, und höchste Aufmerksamkeit auf Details richten, um aus der Masse heraus zu stechen.

Bei all diesen unternehmerischen Vorhaben, ganz zu schweigen von ihrem wohlbekannten Einsatz für Charity-Organisationen, könnte man denken, dass sie in dem Trubel ihrer Aktivitäten unterginge, aber dank ihres perfekten Managements ist sie tatsächlich sehr, sehr entspannt. Sie nimmt jeden Tag so, wie er kommt, und findet immer Zeit, um gemeinsam mit ihrer Familie und ihren vier wunderbaren Kindern zu entspannen. 4SEE ist in die faszinierende Welt von Victoria Beckham eingetaucht, um mehr über ihr Erfolgsgeheimnis zu erfahren und die beeindruckenden Ergebnisse ihrer harten Arbeit und Leidenschaft für Mode und Brillen zu bestaunen.

Victoria.Beckham

Welche Rolle spielen Brillen in deinem Kleiderschrank? Wie suchst du ein Paar aus und wozu kombinierst du es?
Ich hege eine große Leidenschaft für Brillen – ich liebe sie und ehrlich gesagt verlasse ich selten das Haus ohne eine. Weil ich sie so oft und schon lange trage, weiß ich nun, was mir steht, und habe meistens ein paar Favoriten, zwischen denen ich wechsele – eine übergroße ovale Brille und ein klassischer rechteckiger Style gehören zu meinen Lieblingsteilen.

Wie bringst du Innovation ins Brillendesign? Welche Materialien und Techniken willst du in Zukunft benutzen?
Bei meiner eigenen Kollektion ist mir absolut wichtig, dass wir die aktuellste Technologie nutzen und die besten Materialien, die es gibt. Ich liebe vor allem die maßgefertigte Roségold-Beschichtung unserer entspiegelten Gläser, die von Zeiss hergestellt werden. Mir gefällt, wie sie Schönheit mit Funktionalität verbinden, und ich suche immer nach neuen Ideen, die das Gleiche tun.

Wenn du nur drei Worte hättest, um deine Brillen zu beschreiben, welche wären es?
Zeitgenössisch, handgemacht, raffiniert.

Welche Brille aus deiner Kollektion ist dein persönlicher Liebling?
Das wäre wohl die, die nach mir benannt ist – The VB! Als ich The VB designt habe, wollte ich ein Gestell schaffen, das sich sofort wie ein Klassiker anfühlt; wie das eine Modell, das man schon immer haben wollte und das einfach zu allem passt. Sie hat eine Form, die ich jahrelang tragen kann – sie ist zeitlos.

Du hast schon vorher mit Accessoire- und Brillenmarken zusammengearbeitet, wie fühlt es sich an, jetzt selbst deine Ideen umzusetzen?
Ich bin sehr stolz auf das, was wir erreicht haben. Seit wir vor 6 Jahren angefangen haben, haben wir eine unverwechselbare und attraktive Brillenmarke geschaffen, immer von einem Hoch zum nächsten. Passend zu dieser Entwicklung haben wir im letzten Frühjahr den Herstellungsprozess zurück in unsere eigene Hand genommen – zusammen mit einigen spezialisierten Werkstätten in einer kleinen italienischen Stadt. Dadurch haben wir jetzt noch mehr Kontrolle über alle Aspekte der Entwicklung und können selbst unsere exklusiven Materialien besorgen.

Wie viele Brillen und Sonnenbrillen besitzt du insgesamt?
Die kann ich gar nicht mehr zählen! Was Brillen angeht, bin ich ein bisschen wie eine Elster und besitze mittlerweile eine stattliche Sammlung. Ich bin immer auf der Suche nach interessanten Designelementen – dem perfekten Schildpatt oder spannenden verspiegelten Gläsern. Meine eigene verspiegelte Pilotenbrille ist unglaublich beliebt – wir haben jetzt eine so große Farbauswahl, dass man eine für jeden Tag der Woche haben kann, wenn nicht sogar für jeden Tag des Monats!

Wie schaffst du es, deine ganzen verschiedenen Rollen auszubalancieren?
Manchmal ist es hart – aber ich bin mir sicher, dass es jeder arbeitenden Mutter so geht. Ich liebe meinen Job über alles, aber die Familie steht immer an erster Stelle – und ich habe einen extrem gut organisierten Kalender, so kann ich alles um die Kinder herum planen. Es muss sie ja jemand zur Schule bringen und zum Elternabend gehen! Es kann knifflig werden, aber im Endeffekt klappt es immer.

Wie entspannst du dich in deiner Freizeit?
Indem ich Zeit mit meiner Familie verbringe. Sie hält mich am Boden und bringt mich zum Lachen, da ist der Stress sofort verflogen.

Bist du abergläubisch?
Ich gehe nicht unter Leitern durch und wenn ich eine Elster sehe, dann begrüße ich sie standesgemäß!

Was ist dein persönliches Motto?
Arbeite immer hart und vertraue deinen Instinkten.

Was ist das Beste, das dir dieses Jahr passiert ist?
Ich habe gerade im März einen Laden in Hong Kong eröffnet. Das war sehr aufregend. Es ist erst mein zweiter eigener Laden nach dem in der 36 Dover Street in London, deswegen habe ich mich total gefreut, als er aufgemacht hat und ich alle meine Kunden treffen konnte.

VICTORIA BECKHAM EYEWEAR

Fotos: mit freundlicher Genehmigung von Victoria Beckham

Fotograf LANCE CHESHIRE
Creative Director KEITH S. WASHINGTON

ALL EYEWEAR PRESENTED BY COBLENS
www.coblens.de

Robust und Fern, Neuseelands Berge, Sandstrände, windigen Täler und aktive Vulkane sind zugleich majestätisch und überwältigend. Die epische Größe dieser natürlichen Schönheit, und die Herausforderung, eine solche kompromisslose Natur zu meistern zieht seit Jahrhunderten die Menschen zu diesem isolierten Inselstaat.

Die Menschen  dort leben und arbeiten in einer einzigartigen Landschaft die Ihre Wunder oft nur auf den zweiten Blick preisgibt. Diese Fotografien fangen die raue Schönheit des robusten, energisch und fleißigen Geist der Neuseeländer ein, Sie haben keine Angst vor ein wenig Schmutz und wissen was es heißt, den Job zu erledigen.

coblens_04NAME: RAFE TOLLEMACH
JOB: SCHIFFSBAUER
EYEWEAR: COBLENS PINKELPAUSE

coblens_a13NAME: TONY KNIGHT
JOB: SCHAFSCHERER
EYEWEAR: COBLENS LUFTRAUMNUTZUNG

coblens_a12NAME: LOUISE PEARSON
JOB: TIERPRÄPARATORIN
EYEWEAR: COBLENS SERVIERWAGEN

coblens_a11NAME: VERN PEARSON
JOB: TIERPRÄPARATOR
EYEWEAR: COBLENS QUERUNGSHILFE

coblens_a3NAME: MARGARET GROOT
JOB: IMKERIN
EYEWEAR: COBLENS STRAHLTRIEBWERK

NAME: GARY FAWCETT
JOB: IMKER
EYEWEAR: COBLENS QUERUNGSHILFE

coblens_a10NAME: BARBARA MIDDLETON
JOB: HNO ÄRZTIN
EYEWEAR: COBLENS FLUGKAPITAN

coblens_a9NAME: TONY NIGHT
JOB: SCHAFSCHERER
EYEWEAR: COBLENS HOTELGUTSCHEIN

coblens_a7NAME: DAVID PETERSON
JOB: GÄRTNER
EYEWEAR: COBLENS FLUGKAPITAN

coblens_a6coblens_a2NAME: SUDIP KHATI(LEFT)
JOB: KUHTREIBER
EYEWEAR: COBLENS PINKELPAUSE

NAME: BEN MICHAEL(RIGHT)
JOB: KUHTREIBER
EYEWEAR: COBLENS SERVIERWAGEN

coblens_a14NAME: GEORGIA WARD (LEFT)
JOB: RETTUNGSSCHWIMMERIN
EYEWEAR: COBLENS FLUGKAPITAN

NAME: VEGAS McCARROLL(RIGHT)
JOB: RETTUNGSSCHWIMMERIN
EYEWEAR: COBLENS LUFTRAUMNUTZUNG

coblens_a5NAME: BRUCE CORRY(LEFT)
JOB: FRIEDHOFSGÄRTNER
EYEWEAR: COBLENS LUFTRAUMNUTZUNG

NAME: CALLAN BARKER(RIGHT)
JOB: FRIEDHOFSGÄRTNER
EYEWEAR: QUERUNGSHILFE

coblens_a15NAME: ROBIN FAUBISTER
JOB: RETTUNGSSCHWIMMERIN
EYEWEAR: COBLENS VIGNETTE

coblens_a1NAME: MARCEL VEART-SMITH
JOB: SCHMIED
EYEWEAR: COBLENS HOTELGUTSCHEIN

Fotos BERT SPANGEMACHER
Text JUSTIN ROSS
Make-Up & Haare GITA KURDPOOR


4SEE befragte Patrick Mohr, das manchmal umstrittene, aber immer authentische Genie hinter den begehrtesten Schuhen auf dem Markt, zu seinen wegweisenden Sneakern, seiner kreativen Vision und seinen Lieblingsbrillen.

Patrick Mohrs Sneaker sind auf der ganzen Welt ausverkauft. Extrem limitierte Auflagen (die letzte bestand aus nur 1000 Paaren weltweit), ein starkes Design-Konzept, das von seinem persönlichen Freiheitssymbol, dem gleichseitigen Dreieck, bestimmt ist, und ein Auge für kleinste Details haben seine Sneaker zum Objekt der Begierde für Street-Style-Fans auf der ganzen Welt gemacht.

Patrick_Mohr01Brillen: L/R ALLIED METAL WORKS A001, M. FUNK Utgard

Aber all dieser Erfolg ändert nichts an Patricks einzigartiger Vision für seine Produkte. „Ich bin kein Designer, ich bin ein Visionär”, sagt er und beschreibt damit sowohl die Sensation, die seine Produkte ausgelöst haben, als auch seinen facettenreichen Anspruch an Design und Mode. „Es ist mir egal, was die Leute über mich denken, ob sie etwas Gutes über mich sagen oder nicht, ich folge meiner Vision und ich erreiche meine Ziele.” Tatsächlich scheint Patrick selbst von seinem plötzlichen Erfolg überrascht zu sein und davon, dass Promis und Musiker wie Chris Brown und The Weeknd stolz seine streng limitierten Schuhe tragen.

„Im Herbst 2014 haben wir neue Modelle in den L.A.-Store gebracht und plötzlich – ‚bang‘ – war der weltweite Hype da. Die Sneaker waren innerhalb von Minuten ausverkauft. Seit 2014 hält dieser massive Hype an.” Er weiß, dass sein Erfolg mit dem richtigen Timing zusammenhängt. „Du brauchst ein gutes Produkt, ein gutes Team, ein gutes Netzwerk, aber du musst auch Glück haben. Es ist fast wie Schicksal, man muss es zur richtigen Zeit, im richtigen Moment und mit den richtigen Leuten angehen.”

Patrick_Mohr03Brillen: l. ALLIED METAL WORKS A001, m. FUNK FOOD SUN Pincar
r.LEISURE SOCIETY Nice
Boots: EXCLUSIVE K1XPM BOOT

Glück und Erfolg sind dem geborenen Münchner aber nicht über Nacht in den Schoß gefallen, sondern wurden über lange Zeit erarbeitet. Er ist seiner Ästhetik immer treu geblieben und arbeitet mit Menschen, mit denen er von Natur aus auf einer Wellenlänge liegt, so wie dem Ko-Produzenten seiner Sneakerkollektion, der Müncher Firma K1X. „Alles, was ich mache, kommt von Herzen, und ich tue nichts ohne Herzblut.” Dieser leidenschaftliche Anspruch macht für viele den Reiz an Patricks Arbeiten aus.

Er selbst wird ebenfalls von der Arbeit anderer charakterstarker Marken angezogen, die Qualität über Quantität stellen, wie etwa seine Lieblingsbrillenmarke Dieter Funk. Abgesehen davon, dass sich die beiden aus ihrer gemeinsamen Zeit in München kennen, bleibt Patrick der Marke auch treu, weil sie aus Überzeugung designte Brillen in Deutschland herstellt. „Ich trage ausschließlich Funk … wir sind tief verbunden. Es fing damit an, dass ich ihn kannte, und dann habe ich seine Fabrik in Kinsau besucht und dort wird wirklich authentisch von Hand produziert, in Deutschland, vom Rohmaterial bis zum fertigen Produkt. Was er macht, ist einfach unglaublich und deswegen trage ich seine Designs.”

Seine Ehrlichkeit, seine Treue zu seinem engen Netzwerk aus Kollegen wie dem Kreativdirektor von Reebok, Swizz Beatz, und seine heißbegehrten Sneaker haben dazu beigetragen, dass Patrick nun als ein deutscher Designer die Mode- und Streetweartrends anführt. Er wurde als neuer Designer von Viacom und Nickelodeon dazu ausgewählt, eine Sonderkollektion in SpongeBob-Schwammkopf-Optik zu kreieren und steht damit in einer Riege mit illustren Vorgängern wie Marc Jacobs, Pharrell Williams und Jeremy Scott. Die Kollektion wird in einigen wenigen ausgewählten Läden erhältlich und streng limitiert sein.

Patrick_Mohr_02Brille: FUNK Utgard

http://www.pmofficial.com

Fotos BERT SPANGEMACHER
Text DAGMAR SCHRAMM

Die Marke ic! berlin mit ihrem Sublabel onono setzen auf beste Materialien und ein unverwechselbares Design. Die 4SEE-Redaktion hat die Produktionen besucht und mit Ralph Anderl von ic! berlin gesprochen.

180 Mitarbeiter, stetiges Wachstum in Europa, aber vor allem auch in den USA und Asien – seit dem Start im Jahr 1996 geht es mit ic! berlin bergauf. „Unsere Krabbelphase war allerdings lang“, sagt CEO Ralph Anderl. „Deshalb ist Berlin der perfekte Standort für uns. Die Stadt erfordert keinen Reichtum, wir mussten nicht gleich einen Superstart hinlegen.“ Die Gründung war eher eine glückliche Fügung als ein ausgeklügelter Prozess: Zwei Studienfreunde des Kulturpädagogen Ralph Anderl hatten Brillengestelle ohne Scharniere und Schrauben entwickelt.

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Sie fotografierten die ziemlich unstabilen Prototypen auf dem Charakterkopf ihres Kumpels, um dann bei einem etablierten Hersteller durchzustarten. Der Hersteller sagte nein und Ralph Anderl schrie ja: Die drei begannen, selbst Brillen zu produzieren. „Wir haben uns da ziemlich naiv rangetastet und Glück gehabt“, erklärt Anderl. „Unser Wagemut war die wichtigste Komponente, Ahnung vom Markt hatten wir nicht.“

Das einzigartige Konzept hat die Käufer schließlich überzeugt: Bei ic! berlin verschmelzen Design und Produktion zu einem Prozess. Während andere Hersteller ihre Entwürfe von Partnerfirmen produzieren lassen, kommt bei ic! berlin alles aus einer Hand. Das notwendige technische Know-How ist vorhanden und das einzigartige, schraubenlose Gelenk ein wichtiger Teil des Designs. „Das Gelenk funktioniert wie Origami“, sagt Anderl. „Deshalb ist die enge Verbindung zwischen Design und Funktion die logische Konsequenz.“

Verwendet wird Acetat aus Italien. Edelstahl sowie die Farben für die Rahmen stammen aus Deutschland. Weil den ambitionierten Gründern die Qualität bei Fremdproduzenten nicht gut genug war, machten sie alles selbst. Die Manufaktur ist gleichzeitig die wirksamste Werbung für ic! berlin: Führungen überzeugen interessierte Berliner und Touristen, die aller Welt von ihrer Brillenentdeckung erzählen. „Für so ein Erlebnis muss man eigentlich nach China fahren“, so Anderl.

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Der typische ic! berlin-Käufer ist technikaffin – was nicht verwundert. Ingenieure, Ärzte, Rechtsanwälte ab 30 setzen auf den außergewöhnlichen, aber gleichzeitig diskreten Style der Brillen. „Unsere Modelle sind leicht und anpassungsfähig. Durch das schraubenlose Gelenk sind sie außerdem extrem stabil“, sagt Ralph Anderl. „Deshalb sind sie auch für Kinder gut geeignet. Auf diesem Gebiet legen wir gerade nach.“

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Shareholder mit schneller Expansion glücklich zu machen, liegt Anderl fern. „Erfolg heißt für mich, dass unsere Kunden so überzeugt von der Qualität und dem Tragekomfort unserer Brillen sind, dass sie sich mehrere Modelle gönnen. Dafür muss die erste nicht kaputt gehen. Bei uns steht Langlebigkeit im Vordergrund, stärker als der Lifestyle-Aspekt.“

Wer eine noch außergewöhnlichere Brille sucht, wird beim Sublabel onono fündig. Die Rahmen werden in Handarbeit aus edlen Materialien wie Büffelhorn und Titan hergestellt. Die Auflage ist klein und wird in Eigenproduktion sowie in Kooperation mit externen Partnern produziert. Geplant sind 49 Kollektionen für 49 Jahre und jede Brille wird es nur 49 Mal geben.

Ralph Anderls Ziel für die Zukunft: „Wir wollen unabhängig bleiben und in Berlin produzieren. In unseren Brillen vereint sich die Bipolarität von Leichtigkeit und Ernst – das wollen wir beibehalten.“

IC! BERLIN

 

Fotos BERT SPANGEMACHER
Text DAGMAR SCHRAMM

Die bekannte österreichische Marke Robert La Roche setzt auf beste Materialien und ein unverwechselbares Design, so werden die Brillen in Japan und Italien in Handarbeit gefertigt. Neben dem außergewöhnlichen Look ist Komfort ein wichtiges Merkmal: Die luxuriösen Rahmen schmiegen sich an das Gesicht an und werden zu einem Markenzeichen des Trägers.

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Die Marke Robert La Roche blickt bereits auf mehr als 40 Jahre Unternehmensgeschichte zurück. 1973 in Wien von Designer Robert La Roche ins Leben gerufen, sorgte die Firma mit ihren avantgardistischen Modellen bis in die 90er Jahre für Furore. Im vergangenen Jahr haben Anthony Reid als neuer CEO und Kreativdirektor und Designer Klaus Huber die Zügel in die Hand genommen. „Wir wollen authentisch sein, in allem, was wir tun. Die Qualität der Produkte und Materialien, die Leute, die bei uns arbeiten, die Art, wie wir kommunizieren und die Produktfotografie, die gewollt roh und real ist und den künstlerischen Ursprung der Marke weiterträgt – all diese Komponenten definieren unsere Marke.“

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Diese Philosophie setzt sich in einer aufregenden Brillen- und Sonnenbrillen-Kollektion fort. Weitergetragen wird der hohe Anspruch an Qualität und Handarbeit, der die Marke seit jeher auszeichnet. Auch der Fokus aufs Detail bleibt Teil der Strategie, genau wie die Fotografie von Michael Shindler, der für einen künstlerischen fotografischen Prozess bekannt ist, der selbst feinste Falten ausdrucksstark in Szene setzt. Inspiriert von Man Ray und Henri Cartier-Bresson sind Porträts entstanden, die den Brillen eine perfekte Bühne bieten.

Der hohe Qualitätsanspruch des Unternehmens toppt den Wunsch nach großem Profit. Die Österreicher stellen ihre Brillen gemeinsam mit den weltbesten Produzenten in Italien und Japan her – in Handarbeit, versteht sich. Die beiden Standorte definieren die Kollektionen von Robert La Roche: Die italienische Linie besteht aus natürlichem, hochwertigem Acetat, das von erfahrenen Produzenten verarbeitet wird. Das Material wird in einen Millimeter dünne Lagen geschnitten und übereinander gelegt. So entsteht eine außergewöhnliche Dreidimensionalität. Die japanische Linie kombiniert Acetat mit Titan. Cut-outs lassen beide Materialien sichtbar werden, dadurch werden die Rahmen zu modernen und eindrucksvollen Statement-Brillen mit Qualitätsanspruch. Anthony Reid überlässt nichts dem Zufall: Das Material, aber auch die Farben wählt er mit Klaus Huber und den Produktentwicklern gemeinsam aus – unabhängig von Trends und Fashion-Prognosen.

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Auch die Distribution ist Teil des Gesamtkonzepts. „Den Vertrieb geben wir nicht aus der Hand, wir wollen sichergehen, dass unsere Brillen weltweit nur durch die besten unabhängigen Optiker verkauft werden“, so Reid. Deshalb kümmern  sich angestellte Mitarbeiter um dieses Thema, ein ausgelagerter Vertrieb kommt für ihn nicht in Frage. Einen typischen Robert-La-Roche-Kunden gibt es nicht – sowohl die 70-jährige Dame als auch der junge Techie kommen als Zielgruppe in Frage. „Wir designen Brillen, die wir selbst tragen würden, von denen wir absolut überzeugt sind“, fasst Reid das Prinzip der Produktentwicklung zusammen. „Die Menschen, die unsere Brillen kaufen, vereint ein wichtiger Wunsch. Sie wollen beste Qualität, Handarbeit und Außergewöhnlichkeit. Ich denke, unsere Kunden besitzen viele Gegenstände, die ein Leben lang halten und die ihre eigene Persönlichkeit unterstreichen.“

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Gute Ideen, um die Marke weiterzuentwickeln, gehen Anthony Reid und seinem engagierten Team nicht aus. „Wir wollen immer besser werden, besten Service bieten und die Kollektion erweitern“, sagt er abschließend. „Deshalb ist die Eröffnung eines eigenen Büros in New York für uns der nächste Schritt, da wir eine verstärkte Nachfrage aus den USA und Japan spüren.“

ROBERT LA ROCHE

Photo JORGEN AXELVALL
Fashion Editor KEITH WASHINGTON
Interview ANNEMARIE LUCK

Erinnern Sie sich daran, dass Brad Pitt einmal seine eigene Möbel-Reihe entworfen hat und die Kritiker ihn für die Überraschungskollektion mit Lob überschütteten? Nun, in Dänemark ist der Stilikone Emil Thorup ein ganz ähnlicher Coup gelungen. Das dänische Publikum kennt (und liebt) ihn vor allem als Model und TV-Moderator bei dem größten öffentlichen Sender des Landes. Seit August 2015 hat der 32-Jährige seine langgehegte Leidenschaft für Design mit der Möbelmarke HANDVÄRK endlich ausdrücken können.

Obwohl Thorup zugibt, dass es wegen seiner 180-Grad-Karrierewendung einige Skeptiker gab, sagt er auch, dass er bereits seit einigen Jahren nebenbei in Design und Architektur arbeite. Von seinen Kollegen in der Branche habe er nichts als Lob erfahren, und dies sei vor allem deshalb so, weil alle „an dem selben Ziel arbeiten – das dänische Design im Rest der Welt bekannt zu machen“.

Wir haben uns mit Thorup bei seinem letzten Aufenthalt in Tokio getroffen, um mehr über HANDVÄRK, seine Inspirationsquellen und warum er Fan des japanischen Eyewear-Labels Frency & Mercury ist, zu erfahren.


Was ist deine Verbindung zu Tokio?
Ich hege eine große Leidenschaft für Japan – die Menschen, die Sprache, das Essen und die Architektur. Im Herzen bin ich Architekt und die Architektur der Wohnhäuser in Japan ist grandios. Ich wünsche mir einen HANDVÄRK-Store in Tokio. Unser Stil ist international mit einem Hauch dänischen Designs, der – meiner bescheidenen Meinung nach – großartig zu der japanischen Architektur passen würde.

Was liebst du an dem Design und der Architektur Japans?
Sie sind in vielen Punkten eine organische Version des Bauhaus-Stils, bei dem die Funktion die Form bestimmt. In der japanischen „Version“ geht es mehr um die Materialien, den Benutzer und die Natur, aber still, mit größter Sorgfalt für Details, ohne jemals irgendeine überflüssige Designspielerei hinzuzufügen.
Japanischer Minimalismus hat immer eine gewisse Wärme an sich – etwas, von dem wir kalten, nordischen Minimalisten uns inspirieren lassen können.

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Aber mit HANDVÄRK wolltest du eigentlich der skandinavischen DNA treu bleiben…
Für mich ist skandinavische DNA viel mehr als nur das Design; sie besteht aus leidenschaftlichen Designern und begabten Handwerkern. HANDVÄRK ist eine der wenigen Marken, die ihre Möbel noch komplett in Dänemark produzieren. Das bedeutet, dass ich jeden Tag mit den Menschen spreche, die die Stahlgestelle unserer Tische anfertigen, und ich sehe meinen Polsterer wahrscheinlich öfter als meine Familie. Wir haben deshalb alle eine enge Verbindung zur Marke und das Know-how und die Fähigkeiten gehen nicht in irgendwelchen Übersetzungen verloren.

Gibt es schon Pläne für eine weitere Kollektion?
Ich bin wahrscheinlich der ungeduldigste Designer, den es gibt – ich habe seit mehreren Monaten schon zwei weitere Kollektionen fertig. Im Moment müssen wir uns auf unsere erste Kollektion „Black/Brass“ konzentrieren, aber wir planen, „The White Edition“ im August 2016 auf den Markt zu bringen. Die Kollektion besteht aus puderweißen Produkten mit geschliffenem kristallweißen Marmor und grauem Granit.

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Du arbeitest auch an anderen großen Design- und Architekturprojekten. Arbeitest du gerade an etwas besonders Interessanten?
Ich habe gerade erst eine Reihe von Luxus-Fertighäusern für den Baugiganten Kalmar-Huse fertiggestellt. Aber mein spannendstes Projekt ist im Moment, das HANDVÄRK-Apartement zu kreieren. Uns steht ein 300m2 großes historisches Apartment mit Blick auf den Königsgarten in Kopenhagen zur Verfügung – perfekt restauriert. Dort dekoriere ich unseren Showroom, hauptsächlich mit unseren eigenen Möbeln, aber gemischt mit dem Besten an dänischem und internationalem Design – und Vintage-Stücken aus aller Welt. Der perfekte Ort für einen Brunch mit der Presse. Man kann es auch für Fotoshoots mieten.

Dein Stilgefühl überträgt sich nahtlos von Design auf Kleidung. Hast du eine Lieblingsmarke für Brillen?
Ich bin großer Fan der japanischen Marke Frency & Mercury, die die unglaublichsten Brillen machen. Die Marke ist in vielen Aspekten wie meine eigene – alles wird lokal produziert, sie nutzen hochwertige Materialien wie Titan, Silber und Gold, und halten mit ihrem Handwerk einen hohen Standard. Und der junge Besitzer und Designer, Eque, ist eine flamboyante und extrovertierte Person – genau wie ich. [lacht]

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Fotos BERT SPANGEMACHER
Text JUSTIN ROSS
Styling LOR-E PHILLIPS

Will.i.am, Hip-Hop-Sensation und Stilikone, teilt seine Gedanken zu Mode und Musik mit uns und verrät uns dabei etwas über seine neueste Kollaboration: die Brillenmarke ill.i Optics.

Für Will.i.ams clever benannte, neueste Brillenkollektion ill.i. Optics ist Kreativdirektor Graz Mulcahy mit verantwortlich. Mit Innovationen sowohl im Umgang mit Materialien als auch bei der Herstellungstechnik führt er die Marke in neue Gefilde ohne dabei seine tiefverwurzelte Nostalgie und sein nahezu enzyklopädisches Wissen über Mode zu verraten. Als Gallionsfigur und Stilvorbild der Marke teilt Will.i.am seine Ansichten mit dem Label. Die beiden lernten sich vor einigen Jahren in Australien kennen, wo Graz damals als Lead Designer für das bekannte Label Ksubi arbeitete. Will.i.am verliebte sich Hals über Kopf in dessen Brillenkollektion und kaufte die gesamte Serie für seine Sammlung. Als er sich 2014 dazu entschloss, seine lebenslang gehegte Leidenschaft für Brillen mit einem eigenen Label vom Hobby zum Geschäft zu machen, war Graz die erste Wahl für das Produktdesign und die Produktentwicklung.

will.i.am_03Brille von ill.i OPTICS by will.i.am WA010V
Hut von MAISON MICHELE, sandfarbenes Shirt, Jacke, Hose, Schuhe von ill.i, Uhr von PULS

Will.i.ams Liebe zur Musik und für coole Retro-Sonnenbrillen verbindet sich authentisch mit Hip-Hop und macht Illi.i zu einer unkonventionellen und rebellischen Bereicherung für den Brillen-Markt.
Graz selbst teilt die Leidenschaft dafür, die Juwelen vergangener Tage durch brandneue Materialien und Technologien zu transformieren und sie in neuem Glanz erstrahlen zu lassen. Oder wie er es formuliert: “Brillen für die Ewigkeit” zu entwerfen.

Die Marke kombiniert hochwertige, klassische Werkstoffe und Techniken wie Zellulose-Azetat, Stahl und Titan. Materialien, mit deren Umgang Graz seit mehr als 13 Jahren Erfahrung hat, dennoch scheut er aber auch nicht vor Experimenten zurück. Ill.i testet stets die Grenzen des Möglichen, etwa mit allerneuesten Verfahren wie dem 3D-Druck. Ill.is aktuelle Kollaboration mit der Hip-Hop-Legende Slim Rick zeugt von der ungewöhnlichen Offenheit des Labels. Die Kollektionen versprühen die Experimentierfreude und den Gemeinschaftsgeist, mit denen sie geschaffen wurden. Als ich Graz scherzhaft frage, ob er mal rappen oder in Musikvideos auftreten wolle, antwortet er überraschend ernsthaft, dass er gerade erst einen Kurs im Filmen abgeschlossen habe und für die Musik in einigen von ill.is Promo-Videos verantwortlich war.

will.i.am_01Brille von ill.i OPTICS by will.i.am WA524S SLICK RICK 03
langärmliges Rollkragen-Shirt von ill.i

Ill.i ist außerdem Fixstern für Will.i.ams stetig wachsendes Imperium aus Mode, Musik, Kunst und Technologie. Wir haben Will.i.am darum gebeten, uns ein wenig Einblick in sein aufregendes Leben und seine Liebe für Musik, Mode und futuristische Visionen zu gewähren.

will.i.am_06Brille von ill.i OPTICS by will.i.am WA524S SLICK RICK 02
Hut von MAISON MICHELE, sandfarbenes Shirt, Jacke, Hose, Schuhe von ill.i, Uhr von PULS

Will.i.am Q & A

1. Wie würdest du deinen Stil beschreiben?
Geek.Street.Couture

2. Wovon lässt du dich inspirieren?
Seit dem Beginn meiner Karriere sammele ich leidenschaftlich gerne experimentelle Brillen, mittlerweile seit über 20 Jahren. Ich liebe die Brillen der Hip-Hop-Gruppen und Ikonen der 80er Jahre, etwa, dass sie Sonnenbrillen als Korrektionsbrillen trugen. Davon und von den Oversize-Brillen der Graffiti-Figuren haben wir uns inspirieren lassen – aber sie in unsere Zeit transportiert, sie modern gemacht.

3. Sowohl in deiner Musik als auch in der Mode scheinst du eine besondere Begeisterung für die Vergangenheit zu haben – was bedeutet sie für dich?
Meine Leidenschaft ist Futurismus mit Retro-Anteilen. Bei Brillen suche ich nach Vintage-Formen, die mich ansprechen, spiele mit ihnen, verändere sie und interpretiere sie neu. Wir nehmen uns Zeit, um jedes Modell zu einem herausragenden Stück zu machen, schauen uns jedes Detail an und fragen uns immer wieder: “Ist das einzigartig?”

will.i.am_04Brille von ill.i OPTICS by will.i.am WA010V
Hut von MAISON MICHELE, Polka Dot Shirt, Bomberjacke mit Schnallen, Jacke, Hose, Schuhe von ill.i

4. Mit welchen drei Worten würdest du dein eigenes Brillen-Label ill.i Optics beschreiben?
Super.
Mega.
Dope.

5. Wie ist dein Verhältnis zu Mode und Musik? Glaubst du, dass es eine Verbindung zwischen den beiden gibt?
Mode und Musik sind wie Bruder und Schwester. Beide sind eine Ausdrucksform. Eine basiert auf Schall und die andere auf dem Visuellen, durch die Kleidung, die man aussucht.

6. Du scheinst jedes Mal eine neue Brille zu tragen, ob im Alltag oder in deinen Videos. Wie wählst du deine Brillen aus?
Meistens wähle ich meine Brille passend zu dem Hut oder der Jacke aus, die ich gerade trage. Dafür bietet mir jede ill.i-Kollektion reichlich Auswahl.

will.i.am_02Brille von ill.i OPTICS by will.i.am WA517S
Hut von MAISON MICHELE, Bomberjacke mit Schnallen von ill.i, Uhr von PULS, Ring – privat

7. Dein Lieblingsmodell?
Ich kann unmöglich nur eins nennen. Ich liebe die gesamte ill.i Kollektion!

8. Du bist offensichtlich ein großer Brillen-Fan, wie viele besitzt du? // Dürfen wir deine Sammlung mal sehen?!
Ich bin von Brillen besessen seit ich 13 bin. Früher träumte ich von Brillen wie sie Dwayne Wayans in ‚In Living Color‘ trug. Seitdem sammele ich experimentelle Brillen – mittlerweile seit 20 Jahren.

will.i.am_05Brille von ill.i OPTICS by will.i.am WA008V02
Jacke, drapiertes Shirt, Hose von ill.i

Text MIO HAYASHI
Foto BERT SPANGEMACHER

Wir haben trendbewusste Optiker aus der ganzen Welt nach ihrer Expertenmeinung zu den schönsten Brillen der Saison befragt: Barbara McReynolds und Gai Gherardi, Co-Gründer / Co-Designer von l.a.Eyeworks

Barbara McReynolds und Gai Gherardi gründeten l.a.Eyeworks 1979 auf der Melrose Avenue mit dem Ziel, die Erwartungen an die damals verbreiteten Brillen hochzuschrauben. Aus ihrer Erfahrung als Optiker wussten sie, dass die wenigen verfügbaren Modelle langweilig und unbequem waren. “Wir wollten alles aus einer ganz neuen Perspektive betrachten, vom Designprozess über die gesamte Farbpalette bis hin dazu, wie Brillen in einem Verkaufsraum präsentiert werden.”

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Ihre Brillen-Philosophie beruht auf ihrem Glauben daran, dass schön designte Brillen langlebiger als jeder Trend sind und in jeder Saison und zu jedem Anlass modern aussehen. Daher ist ihr Arbeitsprozess geprägt von Intuition und beeinflusst von den Entwicklungen in Reynolds und Gherardis unmittelbarer Umgebung.
“Wir machen Kollektionen, die Raum schaffen sollen für Interaktion und bedeutsame Begegnungen.”

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Die in dieser Saison im Fokus stehenden Materialien Azetat, Aluminium und Titan verwenden sie bewusst puristisch als auch in spielerischen Materialkombinationen.
Ihre Farbexperimente aus transparent und deckenden Azetatschichten offenbaren ihre ganze Schönheit im Anschnitt des Brillenrahmens.

Um die richtige Brille zu finden, muss man sich ihrer Meinung nach erst erstmal von allen Konventionen lösen, und genau dort setzen sie mit ihrer Arbeit an: Sie ermuntern ihre Kunden dazu, einfach alle Regeln zu ignorieren und nur auf ihre eigene, expressive innere Stimme zu hören.

l.a.Eyeworks
7386 Beverly Blvd.
Los Angeles, CA 90036, USA
Tel +1 323 931 7795
www.laeyeworks.com

+

l.a.Eyeworks
7407 Melrose Ave.
Los Angeles, CA 90046, USA
Phone +1 323 653 8255

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Fotograf BERT SPANGEMACHER
Text CHRISTINE LUZANO
Set Design STEPHANIE WÜSTEMANN

Hin und wieder tut es einfach gut, dem Material Girl oder Boy in uns nachzugeben, und wie ginge das besser als mit Brillen?
Verschiedene Materialien haben verschiedene einzigartige Stärken und Vorzüge, etwa Langlebigkeit, Leichtigkeit, nicht zu vergessen die Schönheit des Materials selbst, deshalb ist es wichtig, einen Hersteller oder Designer auszuwählen, der sein Handwerk perfekt beherrscht. Von coolem Titan über schillernde Diamanten zu schlichtem Holz und Azetat widmet 4SEE diese Ausgabe den Materialien und den Marken, die ihnen Hommage erweisen.

Während viele Menschen nur davon träumen können, Momente absoluter Freizeit und Muße zu genießen, hat der Designer Shane Baum daraus sein Lebensmotto und das überzeugende Manifest seiner Firma LEISURE SOCIETY gemacht. Baum strebt danach, Produkte zu kreieren, die einen eigenen Wert besitzen; Erbstücke oder zeitlose Stücke, wenn man so will, die dafür gemacht wurden, ewig zu halten und zweifellos dafür hergestellt wurden, dass die zukünftigen Generationen von Enkelkindern sich darum streiten.

Die LEISURE SOCIETY bietet Kollektionen klassisch inspirierter Designs, die die Ideale der CFDA-Designer verkörpern – eine der größten Leistungen in der Mode. Baum nimmt es sich zu Herzen, wenn er sagt: “Nur das Beste ist gut genug” – Die Rahmen seiner Handcrafted Eyewear-Kollektion beispielsweise werden aus purem 12kt, 18kt und 24kt vergoldetem Titan gefertigt und mit fein geätztem Büffelhorn und Diamantintarsien verziert. Polarisierte CR-39-Linsen höchster Qualität runden die Rahmen ab und sind mit Anti-Reflex-UGR12™, Diamond Cast™ und hydrophober Beschichtung verfügbar. Mit jedem raffinierte Detail, das akribisch poliert und von Hand gefertigt wird, reizen die LEISURE SOCIETY-Brillen das Material Girl oder den Material Boy in jedem von uns.

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LEISURE SOCIETY OXLEY Havana Tortoise
LEISURE SOCIETY VOYSEY Tortoise Gold
LEISURE SOCIETY TILMAN Gold
LEISURE SOCIETY SAN TORINI Gold Bone

Fotos BERT SPANGEMACHER
Text CHRISTINE LUZANO
Set Design STEPHANIE WÜSTEMANN @ blossom management

Hin und wieder tut es einfach gut, dem Material Girl oder Boy in uns nachzugeben, und nichts ist schöner, als diese Lust mit Brillen zu stillen.
Verschiedene Materialien haben verschiedene einzigartige Stärken und Vorzüge, etwa Langlebigkeit, Leichtigkeit, nicht zu vergessen die Schönheit des Materials selbst, deshalb ist es wichtig, einen Hersteller oder Designer auszuwählen, der sein Handwerk perfekt beherrscht.
Von coolem Titan über schillernde Diamanten zu schlichtem Holz und Azetat widmet 4SEE diese Ausgabe den Materialien und den Marken, die ihnen Hommage erweisen.

BLACKFIN

Titangestelle sind ziemlich unglaublich: Sie sind nicht nur nichttoxisch, hypoallergen und korrosionsbeständig, ihre hohe mechanische Festigkeit gleicht einem Wunder – vor allem, wenn man bedenkt, wie unglaublich leicht sie sich auf dem Gesicht anfühlen. Aber Premium-Eigenschaften kommen zu einem Premium-Preis: Titan ist teurer als andere Materialien und erfordert einen erfahrenen Designer, der die Besonderheiten dieses einzigartigen Werkstoffes herausarbeiten kann.
Auftritt BLACKFIN.

BLACKFIN ist ein Unternehmen, das von Qualität und Perfektion besessen ist, also überrascht es nicht, dass nur Titan seinen Ansprüchen genügt. Wir kennen keine andere Brillen-Marke, die sich Titan ebenso engagiert verschrieben hat und das Material mit solcher Hingabe behandelt. Mit der Verwendung rohen Titans ausschließlich japanischer Herkunft mit Reinheitsgarantie, wählt BLACKFIN eine kunsthandwerkliche Arbeitsweise zur Brillenherstellung, die High-Tech-Ingenieurskunst mit erlesenem Stil vereint.

Die Gestelle werden aus einem einzigen Block puren Titans geformt, während die Bügel, um Flexibilität zu gewährleisten, aus Beta-Titan gefertigt werden. Jeder einzelne BLACKFIN-Rahmen wird zu 100% in Italien erdacht und mit Liebe produziert.

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BLACKFIN BF725 BAYVIEW C534
BLACKFIN BF732 EAGLE C551
BLACKFIN BF728 KEY WEST C532

Text JUSTIN ROSS
Fotos LANCE CHESHIRE
Fashion Editor KEITH S. WASHINGTON
Make-Up CHICHI SAITO@ Art Dept. for Mac Cosmetics
Haare MICHIKO YASHUDY

Für die Zwillingsschwestern Coco und Breezy ist ganz klar: „Die Brille macht das Outfit“.

Coco war für unser Skype-Interview einige Minuten zu spät dran, bis sie merkte, dass sie mit Breezys Konto eingeloggt war. So etwas passiert ziemlich häufig, denn bis vor kurzem teilten sich die Zwillingsschwestern nicht nur ein Telefon und einen Computer, sondern auch ein E-Mail-Postfach.

Trotz der offensichtlichen Gemeinsamkeiten haben sich beide Schwestern ihre eigenen Stärken bewahrt und den Balanceakt zwischen besten Freundinnen und Business-Partnern geschafft. Breezy ist kreativ, freimütig und für den Großteil des Designs verantwortlich, während sich Coco mit ihrem Auge für Details und ihrem Sprachtalent um das Geschäftliche kümmert.

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Brille von COCO AND BREEZY ZESIRO
Kleid von LOEWE, falsch herum getragen, weißes Hemd von EMPORIO ARMANI

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Brille von COCO AND BREEZY DYNAMIC
Ledermantel von LOEWE, Top von OMO NORMA KAMALI

Coco und Breezy sammelten bereits als Teenager Vintage-Brillen, die sie als Talismane vor Hänseleien schützen sollten. Ihre Brillen gaben ihnen das nötige Selbstvertrauen das zur Basis ihrer 2009 gegründeten Marke wurde. Den beiden geht es um Geometrie, Kunst und darum, ein Statement abzugeben. Kein Wunder, dass ihre Stylings stark von dem Credo “Die Brille macht das Outfit” geprägt sind – die Kleidung ist zweitrangig.

In ihrem Zuhause in Brooklyn fahren die Beiden oft mit ihren aufeinander abgestimmten Fahrrädern durch die Nachbarschaft. Coco verrät uns jedoch ein Geheimnis: Sie fährt ein Rad mit Starrgang, während das Rad ihrer Schwester einen Freilauf hat.

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Brille von COCO AND BREEZY ZESIRO
Kleid von LOEWE, falsch herum getragen, weißes Hemd von EMPORIO ARMANI, Hose von NORMA KAMAIL, graue Stiefeletten von LOEWE

Breezy (r)
Brille von COCO AND BREEZY DYNAMIC
Ledermantel von LOEWE, Top von OMO NORMA KAMALI, Stiefeletten von LOEWE

Claire Goldsmith, Leiterin von Oliver Goldsmith
Text MIO HAYASHI

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Oliver Goldsmith wurde 1927 in London gegründet und hat seitdem Brillen gefertigt, die synonym mit den Ikonen des 20. Jahrhunderts sind. Während dieser Zeit wurden Brillen dank solcher Marken wie OG zu einem Modeaccessoire. Das traditionelle Familienunternehmen wird heute in vierter Generation von Claire Goldsmith geleitet. Sie ist außerdem die Gründerin der Londoner Filiale: „Es lag in meinen Genen, in dieses Geschäft einzusteigen. Ich beschloss, einen Laden zu eröffnen, als mehr und mehr Menschen an meine Bürotür in London klopften und Sonnenbrillen kaufen wollten. Es war einfach der logische nächste Schritt – einen Ort zu haben, an dem wir unsere ganzen Kollektionen und Vintage-Fassungen zeigen können. Wir sehen uns nicht als typischen Optiker, sondern eher als ein Warenhaus für Brillen!“

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Ihr Vorschlag für die aktuellen “It”-Styles sind raffinierte, schlichte, klassische Fassungen, die sich durch Leichtigkeit auszeichnen. Einen fast gegensätzlichen Trend bilden dazu schwere Fassungen mit starken Farben oder dynamischen Gläsern. Obwohl Claire der Überzeugung ist, dass Brillen zu persönlich sind, um Trends auf die selbe Weise zu folgen wie es Mode tut, betont sie, dass dieses Jahr auffällige Farben ihre Zeit haben werden.

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Bei der Auswahl eines bestimmten Brillentyps nach der Form des Gesichts folgt Claire einer Grundregel: „Runde und ovale Gesichter passen besser zu eckigeren Fassungen. Sie verleihen Ihnen mehr Kontur, wohingegen rechteckigere oder schmale Gesichter durch die Linien eines geschwungenen Modells weicher wirken.“ Sie fügt jedoch hinzu: „Wie alle Regeln sind auch diese gemacht, um sie zu brechen. Mein Großvater hat immer gesagt: ‚Finde eine Brille, die du liebst, und mach dir nichts aus dem, was die anderen denken!’“

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Oliver Goldsmith
15 All Saints Road
London, W11 1HA, UK
Tel +44 207 460 0844
www.olivergoldsmith.com

Fotos: mit freundlicher Genehmigung von Oliver Goldsmith

Fotos BERT SPANGEMACHER
Text CHRISTINE LUZANO
Set Design PAUL BONCOEUR

Wenn es um Mode und Stil geht, ist die Farbe der König. Farbe unterstreicht den Stil und setzt individuelle Akzente. 4SEE möchte folgende Marken vorstellen, weil diese im Besonderen durch ihr handwerkliches Können sowie durch eigenständige Innovationen auffallen, ohne dabei Kompromisse in Qualität und Funktion einzugehen. Durch Verwendung neuer Muster, Texturen oder leuchtender Farben, rücken dies Firmen in den Fokus, indem sie klassischen Stilen neues Leben einhauchen.

ETNIA BARCELONA
Die Pioniere der Farbenlehre, ETNIA BARCELONA, wecken bei 4SEE mit ihrer „Klein Blue (KB)-Kollektion“ die Sehnsucht nach Barcelonas unglaublich blauem Ozean und Himmel. Die Retro-Kollektion bietet sanfte Formen mit viel Persönlichkeit und Barberini-Gläsern – die wohl technisch fortschrittlichsten Gläsern im Moment auf dem Markt. Sie bieten nicht nur eine 70% bessere Sicht als Kunststoff-Gläser, sie sind widerstandsfähiger und angenehmer für die Augen. ETNIA BARCELONA ist eine Marke, die Kunst, Farbe und Licht vereint. Das wird besonders an ihrer „Wild Love in Africa (WLA)-Kollektion“ aus handgemachten und limitierten Sonnenbrillen deutlich. Die klassischen Silhouetten sollen im Zusammenspiel mit Texturen aus Holz, Zebrafell, Giraffenhaut sowie Horn, die afrikanische Savanne interpretieren. Beeindruckend sind die Fassungen mit Akzenten aus blauem Metall und blauen Gläsern, die die Sehnsucht nach dem Himmel der Serengeti widerspiegeln soll. WLA-Fassungen werden aus 100% umweltfreundlichem Azetat und Barberini-Mineralgläsern gefertigt, die außerdem HD-Vision geeignet sind, so dass die Farbgebung der Gläser so intensiv ist wie die des Rahmens. Die Einnahmen aus den Verkäufen der KB-Kollektion kommen dem The Orphan Aid Project zugute, während zwei Prozent aus der WLA-Kollektion an die Africa Rising Foundation gespendet werden.

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A. ETNIA BARCELONA WLA AFRICA 06 Blue Yellow
B. ETNIA BARCELONA ATLANTA Golden & Blue
C. ETNIA BARCELONA KLEIN Atlanta Plastic Frame Blue

Fotos BERT SPANGEMACHER
Text JULIA WELLER
Set Styling REYNALDO DAVIS CARTER @ perfectprops

DAS ERBE DER BRILLENKUNST
Befasst man sich mit hochwertigen Brillen, ist es unabdingbar, sich auch mit wahrer Handwerkskunst zu beschäftigen. Einzigartige Brillen zeichnen sich nicht nur durch außergewöhnliches Design, sondern auch durch hohe Qualität und Funktionalität aus.
4SEE zeigt sorgfältig ausgewählte Brillenmarken, die sich der Essenz des Handwerks mit Passion und Liebe zum Detail widmen. Durch das 4SEE-Objektiv wird eine Gruppe fesselnder Kunsthandwerker präsentiert: eine charakterstarke Ansammlung legendärer und zeitgenössischer Marken, die es wert sind, näher betrachtet zu werden.

MAX PITTION
Der 1921 im französischen Jura geborene MAX PITTION trat in den Vierziger Jahren in die Fußstapfen seines Vaters. Dieser hatte aus dem zur selben Zeit neu entdeckten Material Zelluloid Kämme und später limitierte Brillen gefertigt. Nach dem Krieg expandierte MAX PITTION das Geschäft nach Oyonnax und übernahm die Produktion von Luxusbrillen wie z.B. Lanvin und Azzaro. In den Sechziger Jahren hatte die Marke seine „Goldene Ära“, bis schließlich in den darauf folgenden Jahren Japan zum führenden Brillenproduzenten wurde und viele Marken nicht mehr in Frankreich produzierten. MAX PITTION ging in den Ruhestand und verstarb im Jahre 2009. Im Jahr 2013 gab es einen Re-Launch der Kollektion. Unter dem Namen „MAX PITTION Born in France“, wurde das außergewöhnliche und einzigartige Design von Max, mit sehr viel Respekt gegenüber seinem Schaffen, wiederbelebt. Die Kultbrille „Politician“, die an japanische Brillen in den Zwanziger Jahren erinnert, wurde in zwei Größen und vier verschiedenen Farben produziert. Der Brillenbügel wurde für besseren Sitz und Tragekomfort neu gestaltet.
MAX PITTION – Born in France. Brillen Redesign mit modernem Touch!

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L. MAX PITTION POLITICIAN Black € 350
R. MAX PITTION GITANE Ruby € 350

Interview mit Martin Carstensen von Funk Optik, Berlin
Fotos & Interview CHARLOTTE KRAUß

Das von Dieter Funk 1992 gegründete Label Funk entwirft nicht nur die eigenen Designs, sondern produziert sie seit 2008 auch betriebsintern. Martin, der nahezu seit Entstehung des Labels dabei war, hat mir die neuesten Funkschätze gezeigt und mir einiges zu den aktuellen Designs verraten.

Bei Martin im Schrank findet man natürlich neben einigen Vintagestücken ausschließlich Funkbrillen. Das Label bietet mit seinen aktuellen Kollektionen auch reichlich Abwechslung. Bei der Formfindung hat Funk verschiedene Dekaden der Optik kombiniert, „das heißt man hat relativ klassische Formen, aber relativ clean runter reduziert und puristisch gebaut. Das bekommt etwas Zeitloses, Unikes.“, erklärt mir Martin. Dieser Trend zieht sich gerade durch die gesamte Brillenwelt, auch bei den verarbeiteten Materialien. „Da gibt es zum einen das bewährte Acetat und dann wird jetzt viel mit Stahl und Titan gemacht. Die Brille ,Hathor‘ aus der Linie Funkroyal beispielsweise ist aus keinem typischen Brillenmaterial gebaut. Klar, Metallbrillen gibt es schon immer, aber dieser spezielle Stahl kommt ursprünglich aus der Industrie. Wir haben daraus eine funktionelle, sicherlich 80iger Jahre angehauchte Brille gemacht.

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Als Erstbrille würde er zunächst einen schlichten Allrounder empfehlen. „Dann kann man sich danach seinen Stock von verschiedenen Styles drumherum aufbauen.“ Auch bei der Abendgaderobe setzt er auf Abwechslung. „Klar, zu einem schwarzen Anzug eine klassische schwarze Brille, da kannst Du nichts falsch machen. Allerdings würde eine rundes Metallgestell dazu auch harmonieren. Die Sonnenbrille für den Club und zum Petticoatkleid ein geiles Cateyemodell.“
Die Liebe zur Brille steckt bei Funk in jedem Detail, denn „es gibt kein anderes Acessoire, womit man soviel bewegen kann. Sie sitzt nun mal am prominentesten Platz mitten auf der Nase.“

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Funk Optik
Oranienburger Str. 87
10178 Berlin
Tel +49 30 2759 0511
www.funk-eyewear.com

Interview mit Zoe Nightingale von The Monocle Order, Brooklyn, New York
Fotos LANCE CHESHIRE
Interview MIO HAYASHI

Zoes Nightingale, Gründerin von „The Monocle Order“ in New York, hat ihre kreativen Wurzeln in Fashion, Kunst und Musik. Zoe erzählt uns, dass sie schon immer fasziniert war von Eyewear, weil es das einzige Accessoire sei, das durch die Bank weg genutzt werde, um ein Fashionstatement abzugeben. Die Brille verändere dramatisch die Gesichtsstruktur und den Look im Handumdrehen.

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Weil Zoe glaubt, dass ein Logo nicht gleichzusetzen ist mit Qualität, liegt ihr Focus bei der Auswahl ihres Sortiments auf außergewöhnlichen Stücken. Ihr Klientel zeichnet sich durch interessierte Kunden mit einem Faible für das Besondere aus. Das Ziel des in Williamsburg gelegenen Ladenlokals, das in diesem September sein dreijähriges Bestehen feiert, ist es, lokale Labels zu fördern.

Eine von Zoes Lieblingsbrillen ist das Modell Vidal Erkohen von RVS Eyewear, eine apart elegante Brille mit Cat-Eye-Effekt. Ihr Tipp für ein Zweitgestell wäre ein kühnerer, gewagterer Look als das, was man gewöhnt ist. Da kann man mit Farbe, Textur und der Form experimentieren: ¨Du wärst verblüfft, was alles passieren kann, wenn man die Chance nutzt, mit etwas avantgardistischem und schillerndem die visuelle Monotonie zu durchbrechen.“

Ihre Highlights für diesen Herbst sind Nylon 3D-Drucke, die Titan-Serie von RSV und die Kollektion von Mykita. Allerdings ist für Zoe das Wichtigste, nie einem bestimmten Trend zu folgen, sondern die Brille zu finden, die das Herz höher schlagen lässt. Wenn das Bauchgefühl stimmt, dann haben The Monocle Order ihr Ziel erreicht. Denn sie wollen dazu ermutigen, genau das zu finden und zu tragen, was das Herz begehrt – ohne Kompromisse.

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The Monocle Order
5 Devoe Street
Brooklyn, NY 11211, USA
Tel +1 866 238 7963
www.monocleorder.com

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Fotos BERT SPANGEMACHER
Text DAGMAR SCHRAMM

Statt Massenware suchen immer mehr Menschen nach handgefertigten Produkten. 4SEE hat einen Berliner Brillenhersteller besucht, die für Handarbeit, hohe Qualität, Individualität und modernes Design stehen. Mykita aus Berlin setzt auf technische Perfektion ohne die Ästhetik aus dem Blick zu verlieren.

Mykita produziert in Berlin – die Wege sind also kurz. „Deshalb können wir immer schnell und direkt auf unsere Ressourcen zugreifen und den Zeitgeist in unseren Produkten reflektieren“, sagt CEO und Kreativdirektor Moritz Krueger. Das gelingt den Berlinern perfekt: Ob Lady Gaga, Brad Pitt oder Wolfgang Joop – wer sich Stylekompetenz auf die Fahnen schreibt, trägt Mykita. Das funktioniert ganz ohne Logo, denn Mykita arbeitet mit einem patentierten, flexiblen Gelenkkonzept, das die Brillen unverwechselbar macht.
Im Mykita Haus in Berlin-Kreuzberg herrscht eine Stimmung wie in einem großen Atelier. Die geballte Kompetenz sitzt unter einem Dach: Menschen 28 verschiedener Nationen arbeiten am Design und der Herstellung. „Wir produzieren bis zu 3.000 Prototypen pro Jahr“, erklärt Moritz Krueger. „Beim Entwerfen von Produkte haben wir die Vergangenheit, die Zukunft und neue Technologien im Blick. Wenn Altbewährtes auf Modernes trifft, traditionelle Fertigungsmethoden auf moderne Materialien, dann entsteht Innovation.“ Das Geheimnis von Mykita und seiner modernen Manufaktur ist der Mix aus Handarbeit und Hightech: „Unser Design beruht auf technischen Lösungen, die zugleich ästhetisch sein müssen.“

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Die berühmte erste Kollektion von Mykita, die Collection No. 1 besteht aus filigranem Edelstahl. Fronten und Bügel werden in einem photochemischen Verfahren in nur 0.5 Millimeter dickes Flachmetall geätzt. Sämtliche Bestandteile werden aus der Fläche entwickelt und, ähnlich dem japanischen Prinzip des Origami, erst durch Biegen und Falten in Form gebracht. Die neuste Idee der Berliner ist Mylon – Brillen aus Polyamidpulver, die per Laser-Sintering entstehen, einem additiven Verfahren ähnlich dem 3D Druck. Schicht für Schicht entstehen dabei ultraleichte, bruchsichere Brillen, die sogar beim Sport oder auf der Skipiste zum Einsatz kommen können.

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Doch Mykita blickt vor allem über den Tellerrand. „Das Dach des Mykita Hauses hört nicht in Berlin auf, sondern schließt Partner aus verschiedenen Industrien mit ein“, so Krueger. „Wir entwickeln im interdisziplinären Dialog moderne, zeitgemäße Produkte.“ Auch was die Farbgebung der Rahmen und Gläser betrifft, sucht Mykita den Schulterschluss mit Partnern von außen. Designer Bernhard Willhelm inspirierte zur berühmten goldverspiegelten Pilotenbrille, Damir Doma macht Brillen zu Leinwänden für Farbspiele in Blau, Violett und Braun. Im Sommer wartet das Label mit matten Oberflächen auf und setzt bei den optischen Brillen zum Beispiel auf Schwarz, Navy, Schokoladenbraun und Gold. Die Sonnenbrillen sind verspielter: Farbverläufe, verspiegelte Gläser und kräftige Farben dominieren die Kollektion.

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Mykita hebt sich durch Form und Farbe zwar deutlich vom Massenmarkt ab, doch die Qualität und das Design überzeugt immer mehr Menschen auf der ganzen Welt. „Für 2015 planen wir die Eröffnung weiterer Mykita Shops und im März launchen wir unsere erste Kinderkollektion Mykita First“, verrät der CEO.

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Fotos BERT SPANGEMACHER
Text CHRISTINE LUZANO

RAY-BAN
Nie hat eine Marke die Kultur des Coolen so verkörpert wie RAY-BAN. Die Marke bringt mit ihrem Slogan „Never Hide“ vom Banker bis zum Punk, und natürlich alle dazwischen, dazu, ihren inneren Rebellen herauszulassen. Als Synonym für Individualität und Authentizität tritt RAY-BAN dafür ein, dass nichts modischer ist, als man selbst. Wie die Marke selbst bedarf die RAY-BAN Wayfarer keiner näheren Erklärung, sie ist schlicht der Klassiker! Von der Herzogin Kate Middleton bis zu Madonna, von James Dean zu Jay-Z, die allgegenwärtige Beliebtheit dieses zeitlosen Klassikers ist so legendär wie die Gesichter, die er zierte. Nun können sich Wayfarer-Fans besonders freuen: als Korrekturbrille bietet die Wayfarer Liteforce Optics die Anziehungskraft seines originalen Vorbilds und sieht im Konferenzraum genauso gut aus wie am Billiardtisch. Die Fassung wird aus Liteforce gefertigt – einem Thermoplast, der in der Raumfahrtindustrie durch seine Leichtigkeit und Beständigkeit Verwendung findet. Der federleichte Tragekomfort überzeugt. Zudem gibt es kleine moderne Neuerungen, wie etwa der glattere Rahmen und eine geringfügig weichere Trapezform. Wayfarer Liteforce Optics sind in den Farben Grau, Schwarz, Petrolblau und Violett erhältlich.

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RAY-BAN LITEFORCE RB7034 Black
RAY-BAN LITEFORCE RB7034 Violet

Fotos GUENTHER SCHWERING
Text CHARLOTTE KRAUß

Hauke Peters, Mitgründer von Six Million Glasses

Bereits Vater Peters hatte mehrere Optikerläden in Bremerhaven. Die Geschwister Peters: Hauke, Marc und Bettina haben allerdings zunächst andere Lebenswege verfolgt bis sie wieder zur Optik gefunden haben. Hauke und Marc haben inzwischen ihren Lebensmittelpunkt nach Hamburg verlegt wo sie heute neben der Neonbox in Ottensen ihren Laden Six Million Glasses in der Schanze betreiben. Six Million Glasses orientiert sich stilistisch an den sechziger Jahren. So dürfen im Sortiment die berühmten Moscotbrillen nicht fehlen.

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Hauke, der Ältere der beiden Brüder baut sich auch gerne mal seine eigene Version einer Brille wenn er auf Messen geht. „Vor vier fünf Jahren habe ich angefangen so richtig fette alte Mosley Tribes Metallbrillen, für die ich dann kaum Gläser bekommen habe als Korrekturbrille zu machen.“ Seine Stilsicherheit und Experimentierfreude wissen auch seine Kunden zu schätzen. „Kunden, die ich schon lange kenne, kommen in den Laden rein und sagen, komm setz mir eine auf und gehen wieder raus. Das ist eigentlich ganz cool.“ In dieser Saison schätzt Hauke besonders die Formen der Garrett Leight Kollektion und die Haptik von Labels wie Dita, Barton Perreira und Reiz.

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Ein Tipp von Hauke: eine breite Form macht das Gesicht schmaler und die Augen sollten mittig in der Fassung sitzen. Aber am Ende zählt, dass „du eine typgerechte Brille findest und wenn du es gut machst, dann ist es egal ob das eine randlose Brille ist oder eine ganz fette Azetatbrille. Dann erzählt trotzdem nachher das Gesicht die Geschichte und nicht die Brille.“

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Six Million Glasses
Schulterblatt 3
20357 Hamburg
Tel +49 40 4130 4740
www.sixmillionglasses.de

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Fotos BERT SPANGEMACHER
Text DAGMAR SCHRAMM

Statt Massenware suchen immer mehr Menschen nach handgefertigten Produkten. 4SEE hat zwei Brillenhersteller besucht, die für Handarbeit, hohe Qualität, Individualität und modernes Design stehen. Das dänische Label Ørgreen stellt nicht nur die hochwertigen Titanrahmen selbst her, sondern fertigt auch die Farben für die Kollektionen in Eigenregie an.

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Sahra Lysell hat einen einzigartigen Job. Die 37-Jährige ist Colour Advisor beim dänischen Brillenlabel Ørgreen. Seit 14 Jahren entwickelt sie Farben für die exklusiven Modelle des Unternehmens. „Farbe ist bei Ørgreen genauso wichtig wie Form“, erklärt sie. „Dadurch entsteht eine dritte Dimension – mit der Farbe kommen Emotionen und Stimmungen auf den Rahmen.“ Ørgreen bietet deshalb in jeder Saison 40 bis 50 neue Farben an, deutlich mehr als andere Hersteller. Jedes Design erreicht durch seine Farbvarianten so eine Vielzahl von Kunden. Ihre Inspiration gewinnt Sahra Lysell vor allem, wenn sie unterwegs ist. „Ich beobachte Menschen ganz genau“, sagt sie. „Welches die richtigen Farben zur richtigen Zeit sind, sagt mir mein Bauch. Mein Ziel ist es, Farben zu entwerfen, von denen die Leute noch nicht wissen, dass sie sie unbedingt wollen.“

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Der Produktionsprozess bei Ørgreen ist aufwendig: Sahra Lysell schickt ihre Samples zur Herstellung nach Japan, wo die Rahmen in Handarbeit gefertigt und koloriert werden. Ein Sample kann eine Seite aus einem alten Schulbuch sein oder ein Stück Papier – die Schwierigkeit besteht darin, die Farbe für die Titanrahmen von Ørgreen zu übersetzen. „Eine Farbe enthält bis zu 100 verschiedene Stoffe“, erklärt Sahra Lysell. „Und alle müssen hautverträglich sein, das ist eine große Herausforderung.“ Die Teams in beiden Ländern arbeiten trotz der großen Entfernung eng zusammen. Die Muster gehen so lange zwischen Japan und Kopenhagen hin und her, bis alle mit der frisch kreierten Farbe zufrieden sind. Die Farben müssen im Gesicht gut aussehen, deshalb testet Ørgreen sie an Menschen mit unterschiedlichen Hauttönen und Nationalitäten.

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„Eine Brille trägt man jeden Tag, damit drückt man sich aus. Das erklärt, warum der richtige Farbton so entscheidend ist“, sagt die Expertin. „Wir wollen, dass unsere Brillen zum absoluten Lieblingsstück werden. Deshalb investieren wir so viel Arbeit und Herzblut in die Kreationen.“ Sahra Lysell beschreibt Ørgreen als emotionales Unternehmen: „Wir haben einen hohen Qualitätsanspruch. Zeit und Handarbeit ist uns bei der Herstellung unserer Brillen wichtig.“ Kein Wunder, dass Ørgreen Design und Farbgebung nicht den Trendscouts überlässt, sondern alles selbst in die Hand nimmt.

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Im Sommer setzt Ørgreen auf Farben für Gentlemen und Gentlewomen: Navy, Mahagoni, Elfenbein und Cognac mit mattem Industriefinish. Dazu werden Töne aus den 80ern und 90ern kombiniert, zum Beispiel Grün und Violett. Die Farbkontraste schaffen Vielschichtigkeit. „Erst durch den Mix zweier Welten kann etwas neues, kreatives entstehen“, sagt Sahra Lysell. Der Erfolg von Ørgreen ist eine gute Bestätigung für die Arbeit der Farbexpertin. Das Label wird in 40 Ländern verkauft und hat Fans auf der ganzen Welt.

Fotos BERT SPANGEMACHER
Text CHRISTINE LUZANO
Set Design PAUL BONCOEUR

Es ist schwer, EYEYE zu ignorieren – den Neuzugang im Portfolio des italienischen Brillenherstellers Italia Independent. Die Marke vereint Persönlichkeit, Originalität, Technologie und Innovation. Denken Sie an „Swatch für Brillen“. Wir haben daran gedacht und EYEYE verliert sich fast in den scheinbar endlosen Möglichkeiten von klassischen Modellen, die von wilden Mustern und Farben geprägt sind.

Das Unternehmen nutzt HD-Digitaldruck, der Farblinien, Texturen und Mustern maximale Definition verleiht. Mit mehr als vierhundert Variationen von Sonnenbrillen und Korrekturbrillen und dazu noch Farbverläufen, Verspiegelungen oder polarisierten Gläsern bietet EYEYE für jeden etwas. Die Marke trägt außerdem die Fackel von Swatch weiter, indem sie ihre Produkte als lässiges Accessoire inszeniert, das den Spaß zurück in die Funktion bringt.

EYEYE ist bei ihrem Gespür für Trends genauso kompromisslos wie bei der hohen Qualität ihrer Brillen, die zum Kampfpreis ab 80 Euro zu haben sind. Die Fassungen werden aus TR90, einem für seine Flexibilität, Beständigkeit und Tragekomfort bekannten Polyamid, gefertigt. Alle Fassungen
sind mit flexiblen Bügeln ausgestattet – eine Eigenschaft, die eine perfekte Passform ermöglicht.

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SS2015 Collection

TREND REPORT
Joan Gassó, Kaleos Óptica

Interview MIO HAYASHI

Aus dem griechischen Wort „kaleidoscope“, das sich aus „cali“ für schön und „eidos“ für Form oder Bild zusammensetzt, leitet sich das Konzept von Kaleos ab. Es findet sich in der From eines Gesichts oder durch das, was man durch eine Brille sieht wieder. Vor zwei Jahren in Barcelona gegründet, war es das Hauptziel der Marke, ein Konzept zu entwickeln, das Mode und Sehhilfe individuell verbindet. Mit diesem Anspruch im Hinterkopf ist ein Jahr später die erste eigene Kollektion entstanden. Sie umfasst ein weites Spektrum an Stilen, um für jede Persönlichkeit etwas Passendes zu bieten. Und das zu einem fairen Preis.

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Bei der Auswahl einer Brille empfiehlt der Gründer Joan Gassó einige wichtige Faktoren zu beachten: „Erstens ist der Stil des Kunden wichtig, der uns hilft, herauszufinden, was ihm oder ihr am besten steht. Das kann auch etwas Außergewöhnliches sein, um mal etwas Neues auszuprobieren, das den eigenen Stil unterstreicht, aber auch neu interpretiert. Zweitens ist es wichtig zu wissen, welche Brillenformen und Farben zu welchem Gesicht im Zusammenspiel mit Haut- und Haarfarbe passen.“

Obwohl sich Kaleos´ Kollektion zeitlos gestaltet, bemerkt Joan Gassó, dass es zur Zeit eine Tendenz zu übergro.en Brillen mit hell eingefärbten Gläsern gibt, die ihren Ursprung in den 1970er haben. Außerdem liegt der Mix aus Metall und Azetat voll im Trend.

Kaleos Óptica
Carrer de Muntaner, 242
08021 Barcelona, Spain
Tel + 34 93 2007 478
www.kaleos.es

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Fotos: mit freundlicher
Genehmigung von Kaleos

Fotos BERT SPANGEMACHER
Text JULIA WELLER
Set Styling REYNALDO DAVIS CARTER @ perfectprops

Das Duo Patty Perreira, Chefdesignerin bei Oliver Peoples, und Bill Barton, Präsident von Oliver Peoples, erfüllten sich gemeinsam den Traum einer eigenen Marke und gründeten das Luxuslabel BARTON PERREIRA. Sie hatten den Anspruch, Brillenmodelle zu designen, die genauso einzigartig sein sollten wie ihre Träger. Das herausragende Gespür für Design und Ästhetik Patty Perreiras, kombiniert mit dem ausgezeichneten technischen Know-how  Bill Bartons, etablierte die Marke in relativ kurzer Zeit in der Branche.

Der Schwerpunkt der exklusiven Kollektion liegt auf Zeitlosigkeit und Kontinuität der Form. Materialien wie feinstes Titan und japanisches Spezialazetat erfüllen höchste Ansprüche, außerdem hat sich  BARTON PERREIRA als Wegbereiter neuer Technologien etabliert. Alle Brillen werden in sorgfältiger Handarbeit in Japan gefertigt. Patty Perreira, mit ihrem außergewöhnlichen Sinn für Proportionen, schafft es jede Saison aufs Neue, klassisch dezente Luxusbrillen mit Stil und Raffinesse zu kreieren.

Einzigartige Texturen und Farben aus der Natur bilden den Kern der Kollektion. Logos oder verrückte Muster sind bei den Luxusbrillen nicht zu finden. Die exklusiven Brillen fanden schnell in der Glamourwelt Anerkennung. So tragen Hollywood-Ikonen wie Angelina Jolie, Brad Pitt, Heidi Klum oder auch Rihanna gerne die zeitlosen BARTON PERREIRA Brillen.

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L. BARTON PERREIRA GAMINE Gol/Jet/Gor € 380
R. BARTON PERREIRA EDIE Gol/Goc/Gor € 425

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Fotos BERT SPANGEMACHER
Text JULIA WELLER
Set Styling REYNALDO DAVIS CARTER @ perfectprops

Das traditionsreiche Unternehmen fertigt seit 1959 Brillen im modern interpretierten Retrostil. Die italienische Kollektion wird mit viel Liebe zum Handwerk hauptsächlich aus Büffelhorn fabriziert. Die sehr komplexe Herstellung dieser handgefertigten Hornbrillen macht sie einzigartig auf dem Markt. Das natürliche Material passt sich beim Tragen der Hautoberfläche an und verschafft außergewöhnlichen Tragekomfort. Hochwertiges Büffelhorn ist stabil und gleichzeitig sehr leicht. Bei Kontaktallergien und empfindlicher Haut gibt es kein besseres Material.

Jeder Rahmen ist einmalig in Struktur und Farbe. Neben echtem Horn verwendet HALLY & SON auch Cellulose-Acetat, ein wertvolles Kunststoffmaterial, zweimal dünner als traditionelles Acetat und teilweise natürlichen Ursprungs. Die Hauptmerkmale dieses Materials sind Transparenz und Färbbarkeit. Dadurch lassen sich aus diesem modifizierten Naturmaterial täuschend echte Horn-Repliken erstellen.

Das  Design im Stil der Fünfziger und Sechziger Jahre besticht durch zeitlose Form und eleganten Stil. Typische Merkmale der Brillen sind die übergroßen, schlaufenförmigen Endstücke derBügel und die auffälligen Nieten an ihren Anfängen. Fast alle Modelle sind Unisex und mit Flex-Scharnieren ausgestattet. HALLY & SON – Makers of spectacle since 1959!

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L. HALLY & SON TYPE 12 1962 (HS505 Replica Horn) € 120
R. HALLY & SON TYPE 8 1961 (HS503 Replica Horn) €120

Fotos JOHNNY PENA
Interview MIO HAYASHI

Die Leidenschaft und das Talent für das Geschäft mit der Brille sind Garrett mit in die Wiege gelegt worden – bereits seine Eltern gründeten Oliver Peoples. „Es ist ein Accessoire, das von allen gesehen wird – markant sitzt es mitten im Gesicht. Daher ist es ein sehr emotionaler Moment für viele Kunden, wenn sie sich ein Modell aussuchen und es ist schön, mit so einem besonderen Objekt zu arbeiten.“

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Passend zu den verschiedensten Anlässen hat Garrett eine persönliche Kollektion aus einigen hundert Brillen – darunter auch einige Klassiker wie Kinney by Garrett Leight zu denen er immer wieder gerne greift. Bei der Suche nach einer zweiten Brille empfiehlt er, einen neuen Look auszuprobieren: „Nur weil man die aktuelle Brille mag, heißt das nicht, dass das der einzige Stil ist, der einem steht. Versuch ein tortoisefarbenes Gestell zu finden wenn du ein schwarzes Gestell besitzt. Oder versuche ein dezentes Modell, wenn du bereits eine dominante Brille hast. Möglicherweise ist es gut ein anderes Material auszuprobieren: Plastik versus Metall und so weiter.“

Für diesen Herbst rät Garrett zu einer Kombination aus Metall und Acetat. Er schlägt schlichte Gestelle in Verbindung mit aussergewöhnlichen Gläsern vor: verspiegelt, mattiert oder sogar glitzernd. Für die Form wählt er gut sitzende mittelgroße Gestelle.

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Trotz seiner Liebe zu Brillen räumt er ein, dass es Anlässe gibt, zu denen eine Brille nicht passen könnte – beispielsweise bei einer feierlichen Gegebenheit oder eine Sonnenbrille bei Nacht. Da sollte man Garretts Meinung nach eher einen dezenten Look für die Brille wählen, so dass die Abendgarderobe wirken kann.

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Garrett Leight California Optical
165 S La Brea Ave.
Los Angeles, CA 90036, USA
Tel +1 323 931 4018
www.garrettleight.com

Der ultimative Shopping-Guide – unser Redaktionsteam hat für Sie die diesjährigen exquisiten Eyewear-Trends hinsichtlich Farbe, Design und Material zusammenstellen. Von unkonventionellen Modellen zu klassischen Formen mit einem Hauch Moderne ist alles vertreten. Hier sind unsere Favoriten für dieses Jahr.

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WOLFGANG PROKSCH WP-1310 HBL € 400
Wolfgang Proksch bezeichnet sein Design als “klassische Moderne”. Mit diesem aufgefrischtem Klassiker sind Sie definitv vorne mit dabei. Dieses avantgardistische Paar punktet mit seinen ausgefallenen “clip-on”-Gläsern.

 

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CoSTUME NATIONAL BY JPLUS JPCN 3018_C7 € 220
In Zusammenarbeit mit JPLUS präsentiert CoSTUME NATIONAL diese neue Kollektion mit charakteristisch raffiniertem Steg.

 

triwa
TRIWA Sky Fade Alex and Desert Fade Alex € 129
Der zeitlos monochrome Farbverlauf der Modelle von TRIWA begeistert durch zeitgemäße Geradlinigkeit.

 

dolce&gabana
DOLCE & GABBANA ALMOND FLOWERS DG 3203 Red Peach Flowers (2845) € 225
Die Blumenwiese von Dolce & Gabbana sorgt für sommerliche Laune auch bei Regenwetter. Kombiniert mit dem kleinen Schwarzen ist diese Brille ein eleganter Begleiter durch den Abend.

 

kilsgaard
KILSGAARD MODEL 55.1 Aluminum-Titanium Acetate Gold
Designed in Dänemark, produziert in Italien. Die speziell eingefärbten Aluminiumgestelle mit ihrer minimalistischen Formsprache sind preisprämierte State of the Art-Brillen. Bei der mannigfaltigen Auswahl an Formen und Farben ist bei KILSGAARD für jeden etwas dabei.

 

porsche.design
PORSCHE DESIGN P’8479 € 310
Yoko Onos Liebling ist zurück. Sichtbare Schrauben veredeln das feine Titangestell. Die Sonnenbrille ist der perfekte Begleiter, egal ob auf der Piste oder am Strand.

 

futura
SILHOUETTE FUTURA White-Gold Stream € 375
Dieses exklusive Avantgarde-Modell wurde erstmals 1974 produziert. Bereits George Clinton und Elton John haben es getragen. Anlässlich ihres 50igsten Geburtstages hat Silhouette eine limitierte Neuauflage von FUTURA veröffentlicht – jedoch bedacht darauf, den charakteristischen Look dieses Designklassikers beizubehalten.

 

 

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HAIK w/ KAIBOSH TWO-WAY Signal/Coral-Cola, Mother Of Pearl/Honey Turtle, Blond Turtle/Black, Burgundy/Tortoise, Blue/White Leopard € 185
Daumen hoch für die Perlen dieser Saison von KAIBOSH. Die einzigartigen Sonnenbrillen sind je nach Laune beidseitig tragbar. Vom klassischen Wayfarer-Style einfach die Bügel umklappen und in den runden Retrolook wechseln.

Fotos BERT SPANGEMACHER
Text JULIA WELLER

Befasst man sich mit hochwertigen Brillen, ist es unabdingbar, sich auch mit wahrer Handwerkskunst zu beschäftigen. Einzigartige Brillen zeichnen sich nicht nur durch außergewöhnliches Design, sondern auch durch hohe Qualität und Funktionalität aus. 4SEE zeigt sorgfältig ausgewählte Brillenmarken, die sich der Essenz des Handwerks mit Passion und Liebe zum Detail widmen. Durch das 4SEE-Objektiv wird eine Gruppe fesselnder Kunsthandwerker präsentiert: eine charakterstarke Ansammlung legendärer und zeitgenössischer Marken, die es wert sind, näher betrachtet zu werden.

ØRGREEN
Das dänische Label ØRGREEN zeichnet sich durch skandinavische Schlichtheit in Kombination mit edlen Materialien und Oberflächen aus. Es wurde von den drei Dänen Henrik ØRGREEN, Gregers Fastrup und Tobias Wandtrup mit dem Ziel gegründet, zeitlose Rahmen für qualitätsbewusste Menschen auf der ganzen Welt zu entwerfen. Zeitlos, aber nie ohne Geschichte. Die hochwertige Kollektion, die aus Materialien wie Titan und Beta-Titan gefertigt wird, steht für Innovation, Qualität und Geradlinigkeit und ist hauptsächlich durch klassische Autos, Extremsportarten und Straßenkultur inspiriert. Die Prinzipien und Werte des dänischen Designs der Fünfziger und Sechziger Jahre prägen das minimalistische Ästhetik der Brillen. Der Look ist freundlich, sportlich, designorientiert, leicht und unkompliziert – typisch dänisch eben. Im Firmensitz, der im Herzen Kopenhagens liegt, werden alle Brillenmodelle ausgearbeitet und entworfen. Die über vierhundert innovativen Farben der Rahmen werden betriebsintern entwickelt und anschließend in weltmarktführenden Farblaboren in Japan in einem Färbeprozess in mehr als fünfzehn individuellen Schritten gefärbt. Jede Brille wird individuell und von Hand in oft mehr als hundert Arbeitsschritten ebenfalls in Japan, bekannt für hohe Standards und unbestrittene Qualität, gefertigt.
Um absolute Perfektion zu erreichen, kann der Fertigungsprozess bis zu sechs Monaten dauern. ØRGREEN: Premium Designer Brillen aus High-End Materialien.

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O. ØRGREEN DIAMOND COLLECTION JONES Gold € 2750
U. ØRGREEN DIAMOND COLLECTION LANA Palladium €2200

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Fotos: BERT SPANGEMACHER
Interview: ANN FORD
Brille: MAKELLOS ME 9004

4SEE: Herr Schmidt, beginnen wir gleich mit einer Gewissensfrage. Was ist aus Ihrer Sicht besser: Brille oder Kontaktlinsen?

SCHMIDT: Brille.

Warum?

Damit kann sich ein Gesicht wandeln. Früher waren Brillen wie Medizin, heute ist es ein Modeprodukt und ein Ausdruck der Persönlichkeit eines Menschen. Einige tragen sicherlich Kontaktlinsen, weil es praktisch ist. Aber: Für jedes Gesicht findet sich eine Brille – und diese kann sehr kleidsam sein, gesetzt dem Fall ich hatte eine gute Beratung. In den letzten Jahren hat sich die Brille immer mehr zu einem wichtigen Stilmittel entwickelt. In Berlin gibt es zum Beispiel Ladenkonzepte, die Vintage-Modelle anbieten. Bei Möbeln ist seit Jahren ein wichtiger Faktor beim Kauf, Herkunft und Designer zu kennen oder sogar ein Original zu besitzen. Diesen Trend gibt es auch bei Sonnenbrillen.

Was macht aus Ihrer Sicht ein gutes Brillendesign aus?

Das ist eine Frage des Typs. Es gibt nicht das eine gute Brillendesign. Es gibt nur ein gutes Design für den Träger der Brille. Ob aber genau diese Brille dann aufzuspüren ist, hat etwas mit dem Angebot zu tun. Hier ist für den Kunden wichtig, einen Laden zu kennen, in dem er etwas findet, das ihm entspricht oder anders: in dem er auch suchen kann.

Gehen die Kunden denn überhaupt noch in Stores?

Die Konkurrenz durch das Internet wächst schließlich. Der Markt unterschätzt sich da selbst. Brillen müssen auf dem eigenen Gesicht anprobiert werden. Nach wie vor ist es etwas sehr Persönliches, eine Brille zu kaufen. Vor allem geht es auch wieder um die Auswahl: Wenn die stimmig ist und die Kunden sich aufgehoben fühlen, gehen sie auch in den Einzelhandel und kommen auch wieder.

Wie muss denn ein Geschäft aussehen, damit die Kunden hineingehen?

Der Kunde und sein Wohlbefinden stehen im Vordergrund – entsprechend kann das Umfeld bieder
oder hipp sein. Früher sahen die Optikergeschäfte aus wie Arztpraxen. In einem Umfeld, in dem sich die Kunden wohlfühlen, fällt es ihnen jedoch leichter, etwas Gutes zu finden.

Aber in welchem Umfeld fühlen sich die Kunden wohl?

Es gibt verschiedene Typen Menschen. Die einen fühlen sich in einem Industrieloft wohl. Die anderen öffnen sich eher in einer warmen heimeligen Atmosphäre. Das hängt von den Produkten ab, die ich auswähle und von den Kunden, die ich ansprechen möchte – von jung bis alt? Oder nur ein bestimmtes Klientel?
Welche Rolle spielt dabei der Unterschied zwischen Stadt und Land? In einer kleineren Stadt wie Bocholt oder Münster oder in Bayern auf dem Land – das wären drei komplett unterschiedliche Konzepte. Wichtig ist die Eigenanalyse des Optikers: Er muss sich bewusst
sein, was er und wem er was verkaufen möchte. Ich will es nicht über einen Kamm scheren, aber es könnte sein, dass ein Kunde auf dem Land in Bayern mehr Beratung braucht, während die Kundschaft in Berlin Mitte bereits eine klare Vorstellung hat, was sie will. Oder anders: Beim Angebot muss der Optiker auch darauf achten, wie kompetent sich der Kunde selber fühlt.

Das erfordert dann eine andere Kompetenz des Optikers.

Genau. Einige Kunden möchten mehr über das Produkt wissen. Diese Kunden interessiert auch, wo die Brillenfassung herkommt, wer sie entworfen hat, von welchem Designer der Stil beeinflusst worden ist? Oder sie wollen gleich Stilikonen. Selbstbewusste Kunden kommen mit einem ganz anderen modischen Anspruch. Diese Kunden finden sich auf dem Land wie auch in der Stadt.

In wie weit kann die Architektur denn diese Wünsche der Kunden unterstützen?

Wir können dem Eigentümer des Optikerladens eine Plattform bieten, auf der er gut seine Brillen verkaufen kann.

…und wie sieht diese Plattform genau aus?

Die muss der Person entsprechen. Es bringt nichts, einen hippen Laden zu designen und der Optiker fühlt sich darin überhaupt nicht wohl. Uns geht es vor allem darum, den Eigentümern einen guten Rahmen zu schaffen, in dem er sich gut präsentieren kann, aber ihm auch Möglichkeiten auf zu zeigen, was er vielleicht will, aber bislang war ihm das vielleicht noch nicht bewusst.

Aber wie schaff en Sie diesen Rahmen?

Zu Beginn unserer Arbeit steht das Zuhören. Dann werden Vorschläge ausgearbeitet und wir versuchen, den Bauherren zu reflektieren. Wir erarbeiten Möglichkeiten. Viel drückt sich bereits bei der Wahl des Bodens, den Farben und Materialien aus.

Und so kommt man zu einem guten Storedesign?

Je nach Eigentümer, Kundschaft und Lage. In der einen Lage kann es sinnvoll sein, einige Brillenfassungen hervorzuheben, in dem sie vorne in einer Vitrine besonders ausgeleuchtet werden. Hinten könnte es eine Kundenzone geben, in der die Brillen Probe getragen werden können – das am besten in einer angenehmen Atmosphäre. Dazu gehört aber auch Hintergrundwissen wie Design und Geschichte der Brille. In einer anderen Lage brauche ich ein klares Design für selbstbewusste und informierte Kunden. Aber ganz wichtig: Eine Blaupause für die Läden gibt es nicht. Im Vordergrund muss immer der Service stehen.

Was sind denn aus Ihrer Sicht die Trends?

Ein langfristiger Trend: Der Laden braucht eine eigene Persönlichkeit. Das sollte der Kunde direkt beim Betreten des Ladens spüren. Ein Trend ist der Umgang mit Materialien, die Echtheit und Haptik des Materials steht wieder im Vordergrund.Der bewusste Einsatz von Material und Stilmitteln,Tradition im Handwerk. Und wenn Vintage dann muss es echt sein, auf keinen Fall fake Vintage.

Und in zehn Jahren? Gibt es dann da noch den Einzelhandel?

Davon bin ich fest überzeugt. Denn: Internetfirmen suchen sich inzwischen Stores, um ihre Produkte zu verkaufen. Damit werden Internetmarken lokal. Langfristig wird es hier eine Durchmischung geben. Wenn ich meine Brille jeden Tag tragen muss – in Beruf und Freizeit, dann brauche ich mehr als nur eine Supermarktbrille. Dann brauche ich einen Partner und dieser partnerschaftliche Gedanke hat auch Zukunft.

Ansgar Schmidt
Jahrgang: 1971
Werdegang: Diplom in Architektur in Köln, seit 15 Jahren ein Architekturbüro zusammen
mit Henning Ziepke s1 Architektur inzwischen in Berlin.
Arbeitsschwerpunkte: Retail – Bauen im Bestand
Auszeichnungen: 3 x HDI „Store of the year“ 14 oz. Berlin Mitte,
14 oz. Kurfürstendamm, Type Hype Berlin Mitte

 

Fotos: BERT SPANGEMACHER
Text: ANN FORD 
Model: Cooper
Titel: FUNKroyal SHU € 298

Auf Anhieb wirkt das Design eher schlicht, aber auf den zweiten Blick überzeugt Funk mit coolem Understatement. Funks Brillenfassungen sind aus medizinischem Stahl, die leicht wirken und die nötige Stabilität für den Alltag mitbringen.
Auf der anderen Seite präsentiert Funk aktuelle Acetat-Modelle mit ansprechenden Designs – von klar bis fashion-addicted. Funk ist keine laute Marke, aber garantiert einer der interessantesten inhabergeführten Labels mit ansprechenden Linien, die zur Zeit am Markt agieren. Funk blickt inzwischen auf 21 Jahre Unternehmensgeschichte zurück. Die neue Kollektion wirkt jedoch alles andere als hinterwäldlerisch. Dabei setzt Funk bereits seit 2004 auf die Kollektion „FUNKroyal“. Eine andere Linie heißt „FUNK Food“ – ein Spiel mit vielen Formen und Farben.

Cooper_06FUNK Food Fudge Pie € 179

Cooper_03FUNKroyal Kuba Kahn € 299

Cooper_01FUNK Food Kaiserschmarrn € 149

Cooper_02FUNKroyal MUT € 329

Cooper_05FUNKroyal Lancelot € 329

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